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Kreis Heinsberg
Wie man Flüchtlinge in den Integrationsprozess einbinden kann

Kreis Heinsberg. Der Flüchtlingsrat und das Kommunale Integrationszentrum für den Kreis Heinsberg erörtern fünf Themengebiete zum Thema Flüchtlinge.

Gemeinsame Ziele und Positionen haben der Flüchtlingsrat und das Kommunale Integrationszentrum für den Kreis Heinsberg bei einer Besprechung herausgearbeitet, die in loser Folge weitergeführt werden sollen. Fünf Themengebiete wurden zunächst besprochen: die Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge, die besonderen Schutzbedürfnisse von Frauen und Kindern in den Unterkünften der Kommunen, die veränderten Aufgaben für die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer, Informationsveranstaltungen und der Integrationsprozess.

Im Kreis Heinsberg werden unbegleitete minderjährige Flüchtlinge über die fünf Jugendämter betreut. Ziel ist, alle in Obhut genommene junge Menschen sofort durch Einrichtungen der Jugendhilfe betreuen zu lassen. Sollte dies vorübergehend nicht möglich sein, werden sie in Wegberg-Petersholz betreut und versorgt, wo das Land NRW in der zentralen Unterbringungseinrichtung zwei Gebäude zur Verfügung gestellt hat. "Man ist sich einig, dass die Unterbringung dort für eine gelingende Integration nicht förderlich ist", heißt es in einer Presseerklärung vom Kommunalen Integrationszentrum und Flüchtlingsrat.

Beide Institutionen richteten bei ihrem Treffen ein weiteres Augenmerk auf die besonderen Schutzbedürfnisse von Frauen und Kindern in den Unterkünften der Kommunen. "Wenn auch die Unterbringung selbst in die Zuständigkeit der einzelnen Kommunen fällt, hat sich das Kommunale Integrationszentrum bereiterklärt, den Vorschlag des Flüchtlingsrates aufzunehmen und das Thema bei den Integrationsbeauftragten der Kommunen anzusprechen, damit die Wohnverhältnisse gerade auch für Frauen und Kinder mit ihrem höheren Schutzbedürfnis angepasst werden", berichtete Achim Kück, Geschäftsführer des Flüchtlingsrates aus dem Gespräch, an dem auch der beim Kreis Heinsberg zuständige Dezernent Franz-Josef Dahlmanns und die stellvertretende Leiterin des Amtes für Bildung und Kultur, Magdalene Dorissen-Schröders, beteiligt waren.

Aufgeworfen wurde die Frage: "Wie kann man geflüchtete Menschen in den Integrationsprozess einbinden?" Zukünftig werde es immer wichtiger, diesen Menschen die Möglichkeit zu geben mitzureden, mitzuentscheiden und deren Sichtweisen zu berücksichtigen. "Wohlfahrtsverbände und Helfergruppen haben schon längst damit begonnen, das Potenzial der Neubürger zu nutzen, zum Beispiel bei Übersetzungen und beim Kulturaustausch. Das Kommunale Integrationszentrum hat sich bereiterklärt, die Fragestellung der Einbindung von Flüchtlingen in die Integrationsarbeit mit den Netzwerkpartnern zu erörtern", berichtete Achim Kück.

Flüchtlingsrat und Kommunale Integrationszentrum stellten abschließend übereinstimmend fest, dass bereits "ein guter Schritt in Richtung gemeinsamer Verantwortung für das Thema Integration" gemacht worden sei.

(spe)
 
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