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Langenfeld
125 Jahre Vereinssport in Langenfeld: Die SGL feierte ihren Geburtstag auf sportliche Art.

Langenfeld: 125 Jahre Vereinssport in Langenfeld: Die SGL feierte ihren Geburtstag auf sportliche Art.
FOTO: Staschik Olaf
Langenfeld. In den Sporthallen des Konrad-Adenauer-Gymnasiums riecht es nach Waffeln, Musik ertönt aus großen Boxen. Mädchen im Karateanzug rollen mit einem Rhönrad durch die Halle und Jungen in Trikots klettern über einen Parcours. Anlässlich ihres 125. Geburtstages feierte die Sportgemeinschaft Langenfeld (SGL) einen Kinder- und Jugendsporttag mit vielen begeisterten Gästen. Von Julia Schüssler

Seit der Gründung des Immigrather Turnvereins (ITV) 1892 und der späteren Fusion mit den Sportfreunden Langenfeld (SFL) zur heutigen SGL, hat sich viel getan: "Wir sind heute einer der größten Sportvereine in NRW. Bis auf Fußball haben wir alles im Angebot", sagt Vereinssprecherin Kristin Erven-Hoppe. Den Fußball überlasse man den vielen Traditionsvereinen in Langenfeld, wenngleich ein ständiger Austausch mit ihnen stattfindet. "Wir begleiten den Menschen von klein auf bis ins hohe Alter." So können bereits Säuglinge im Alter von neun Wochen am Babyschwimmen teilnehmen und ältere Personen in einem sanften Training fit bleiben. "Unsere Mitglieder können heute zwischen fast 100 verschiedenen Sportarten wählen."

Einen Teil der Sportarten konnten Kinder im Alter von null bis 15 Jahren bei dem Geburtstagsfest ausprobieren. "Unser Ziel ist es, neu Zugezogenen unsere Vielfalt zu zeigen. Auch Kinder, die bereits eine Sportart bei uns gefunden haben, können wir so vielleicht für eine andere begeistern", sagt Erven-Hoppe.

So versucht sich der sechsjährige Mike an diesem Tag im Karate. Wenn er es schafft, den Trainer zum Wackeln zu bringen, darf er sich etwas Süßes aussuchen. "Wir sind gerade in der Findungsphase. Mike ist schon von klein auf bei der SGL und hat bisher die Kinder- und Bewegungsschule gemacht", erklärt Mikes Vater, Lars Abe. Obwohl Mike den Trainer zum Wanken bringt, möchte er aber nicht unbedingt Karate machen: "Ich wollte es nur mal versuchen. Fußball finde ich besser."

Den Menschen von der Geburt an körperlich zu schulen, ist nach erven-Hoppes Angaben eines der Ziele der SGL. Deshalb soll in Eltern-Kind-Programmen erstmal eine allgemeine körperliche Ausbildung gewährleistet werden. "Wir wollen dadurch die Bewegung und Körperwahrnehmung fördern." Auf diese Weise können Kinder dann später ihre eigene Sportart finden. "Der Phantasie und Vielfalt sind dabei keine Grenzen gesetzt", meint die 36-jährige mit einem Lächeln. Die Kinder würden dadurch nicht nur physische Vorteile erlangen: "Mädchen und Jungen, die sich regelmäßig sportlich betätigen, sind in der Schule anderen nicht nur körperlich, sondern auch geistig überlegen", sagt die SGL-Sprecherin. Kinder lernten durch den Sport, sich mehr zu trauen. "Sehen sie zum Beispiel, wie unbefangen der kleine Mann da über den Kasten krabbelt. Der traut sich dann vielleicht auch in der Schule mehr."

Auch die fünfjährige Maya traut sich heute ganz viel. Sie möchte Rhönradfahren. "Ich habe keine Angst, dass ich da raus falle", verkündet sie mutig. Wobei das gar nicht so unwahrscheinlich ist, da Maya leider noch zu klein für das Rhönrad ist. Deshalb hält eine Trainerin sie fest und schaukelt mit ihr. "Bei uns im Verein hat man mit acht oder neun Jahren eine Größe, mit der es los gehen kann", erklärt der Abteilungsleiter Mike Eschrich. Doch Maya scheint die Begeisterung trotzdem nicht verloren zu haben: "Ich fand es toll, dass es so geschaukelt hat."

Doch nicht nur die Kinder nutzen den Sporttag, sondern auch Mütter und Väter. "Eltern informieren sich heute auch", sagt Erven-Hoppe. Schließlich spielten sie eine wichtige Rolle sowohl in der Findung der richtigen Sportart, als auch durch Vereinsaktivitäten. "In Sportarten wie Volleyball und Handball sind es zum Beispiel Fahrgemeinschaften der Eltern, die die Kinder zu den Spielen bringen." Eltern seien dann also der wichtige siebte oder achte Mann.

Weitere Informationen und Anmeldung unter sglangenfeld.de. Kinder und Jugendliche zahlen monatlich 9,50 Euro Grundbeitrag plus die Mitgliedschaft der jeweiligen Abteilung

Quelle: RP
 
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