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Langenfeld
127 Langenfelder gehen zur Konfirmation

Langenfeld. Heute ist der erste von zehn evangelischen Gottesdiensten mit Konfirmanden. Pfarrer erklärt Abläufe.

127 Langenfelder evangelische Jugendliche feiern in diesem Jahr Konfirmation. Den Beginn macht am heutigen Samstag die Erlöserkirche an der Hardt mit dem ersten von vier Gottesdiensten. In der Reusrather Martin-Luther-Kirche wird ab morgen an drei Sonntagen Konfirmation gefeiert, in der Lukaskirche in Richrath am 24. April sowie 8. Mai. Pfarrer Christof Bleckmann erläutert die einzelnen Phasen und Besonderheiten.

Kirchlicher Unterricht Hinter den Jugendlichen liegt ein zwölf bis 21 Monate lang dauernder Kirchlicher Unterricht. "Keine protestantische Kaderschmiede und kein Sprüche- und Liederpauken", sagt Bleckmann, "sondern ein qualifiziertes Jugendbildungsangebot in einer verbindlichen Gruppe". Die Jugendlichen setzten sich mit dem christlichen Glauben auseinander, lernten die evangelische Tradition kennen, wobei Seitenblicke zu anderen Konfessionen und Religionen oft dazugehörten.

Ausflüge Manche Unterrichtsgruppen machen Exkursionen zu "heiligen Orten", wobei das eine griechisch-orthodoxe Kirche, ein katholischer Dom, eine Moschee oder die ökumenische Stadionkapelle "auf Schalke" sein kann.

Gemeinschaftserlebnis Ähnlich der Jugendarbeit gab es Spiele, in denen soziales Lernen eingeübt wird, Diskussionen zu Themen wie Drogen, Mobbing, Konflikte oder Liebe. Bleckmann: "Die klassischen Katechismusthemen kommen nicht zu kurz, werden vor allem erfahrungsbezogen umgesetzt. Wenn es um Taufe geht, machen die Jugendlichen ein Rollenspiel: Vater, Mutter, Paten, Pfarrer, Gemeinde - und jemand, der alles knipsen will." Während frühere Generationen mit der Konfirmation die Zulassung zum Abendmahl erwarben, feiern heute Jugendliche schon vorher mit. Reusrather haben im Gemeindehaus übernachtet und mit vielen Kerzen einen nächtlichen Gottesdienst in der dunklen Martin-Luther-Kirche gefeiert. "Man hat konzentriert gearbeitet und hatte trotzdem Spaß", urteilten Jugendliche.

Begegnungen Die Mädchen und Jungen kommen aus allen Schulformen, darunter auch einige Jugendliche mit Behinderung. Vertrauen, Kommunikation, Rücksichtnahme und Verantwortung füreinander werden in der Gruppe geübt.

Besonderheiten An bestimmten Tagen werden Patenonkel und -tanten eingeladen und diskutieren mit den Jugendlichen über die Bedeutung des christlichen Glaubens und über christliches Verhalten.

Konfirmationstag Meist feiern die Familien mit Verwandten und Freunden. Die Gottesdienste sind festlich und fröhlich, es gibt Musik von Bands oder besondere Gesangsdarbietungen.

(mei)
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