| 00.00 Uhr

Monheim
1600 kamen zu Kasalla

Monheim: 1600 kamen zu Kasalla
Die Band Kasalla gab am Freitagabend auf dem Parkplatz des Stadions ein Open-Air-Konzert. Der Verein Klangweiten plant weitere Events. FOTO: Matzerath
Monheim. Der perfekte Abend für das erste Open-Air-Konzert in diesem Jahr: 1600 Besucher sangen, schunkelten und hüpften auf dem Parkplatz neben dem Rheinstadion am Freitagabend gut gelaunt im ärmellosen T-Shirt zur Musik der beliebten Kölsch-Rocker Kasalla. Von Isabel Klaas

Die jungen Musiker dürften vielen Monheimern bereits als versierte Karnevals-Band bekannt sein. Dynamische Gitarrenriffs von Blondschopf Flo Peil und die mitreißende Stimme des Front-Sängers Bastian Campmann waren bis weit in die Altstadt zu hören. Viele Anwohner konnten auf ihren Balkonen und Terrassen folglich kostenlose Logenplätze einnehmen und wurden zwei Stunden kräftig beschallt. Zur Grillwurst "Kumm mehr lääve" und "Alle Jläser huh" mitzusingen, war an solch einem wunderbaren Vorsommerabend sicher nicht die schlechteste Feierabendbetätigung.

Ihr Handwerk beherrscht die Band, die erst seit fünf Jahren auf der Bühne steht, perfekt. Immerhin ist Peil seit Jahren in der Kölner Musikszene aktiv und schrieb bereits Musik und Text für Bands, wie die Bläck Fööss und die Paveier.

Das Konzert, veranstaltet vom Monheimer Verein Klangweiten, sollte eine Art Probelauf für weitere Open-Air-Events in den kommenden Jahren sein. Dann aber mit doppel so vielen Besuchern, wie die Veranstalter hoffen.

Das Pilotprojekt ist geglückt. Die Organisation kann man als tadellos bezeichnen. Allerdings mussten die Altstadtbewohner viel Trubel, Lärm und parkende Wagen in ihren Straßen hinnehmen.

Die fünf vitalen Jungs auf der Bühne boten eine perfekte Performance von der Ballade bis zum fast vergessenen Kasatschok. Beim Rhythmus des Kosakentanzes muss man schon sehr nüchtern veranlagt sein, um sich nicht mitreißen zu lassen. Und das taten dann vor allem viele junge Leute. Aber auch zahlreiche Eltern, die zusammen mit ihren Teenager-Kindern zu dem Konzert gekommen waren.

Der Förderverein des FC Monheim profitierte vom Konzert: Er kümmerte sich um das Catering und bewährte sich beim Non-Stop-Grillen. Der Erlös des Würstchen-Verkaufs fließt in die Vereinskasse.

Die Sympathien vieler Monheimer hatten sich die Musiker von Kasalla schon im Vorhinein gesichert. Sie hatten auf Facebook geschrieben: "Wir lieben Monheim". Kasalla ist übrigens rheinisch und bedeutet Ärger oder Krawall. Viel benutzt wurde der Begriff zuletzt vom ehemaligen Dschungel-Camp-Bewohner und Ex-Fußballer und Trainer Thorsten Legat.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Monheim: 1600 kamen zu Kasalla


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.