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Langenfeld
43 junge Flüchtlinge sind ohne Eltern da

Langenfeld. Die Situation der unbegleiteten Minderjährigen in Langenfeld war Thema im Jugendhilfeausschuss.

Rund 870 Asylbewerber wohnen in Langenfeld. Darunter sind 43 Jugendliche, die ohne Eltern nach Deutschland gekommen sind und in der amtlichen Statistik als unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA) gelten. "Es sind 41 Jungen und zwei Mädchen", sagte Thomas Bremer aus der Sozialverwaltung, als er im Jugendhilfeausschuss über die Situation der UMA in Langenfeld berichtete.

Herkunft 25 dieser Kinder und Jugendlichen stammen aus Syrien, jeweils fünf aus Afghanistan und dem Irak, je zwei aus dem Iran und Somalia, je eines aus Eritrea, Marokko, Guinea und der Elfenbeinküste.

Alter Sieben dieser Jugendlichen sind 17 Jahre alt, 16 sind 16, fünf sind 15 und vier sind 14 Jahre alt. Die übrigen elf UMA sind Kinder, das jüngste ist drei Jahre alt.

Unterbringung Einige der 43 jungen Flüchtlinge kamen laut Bremer mit Onkeln oder Tanten nach Deutschland. "20 von ihnen wohnen so auch in Langenfeld zusammen mit erwachsenen Verwandten." Zwölf weitere lebten in Wohngruppen etwa an der Haus Gravener Straße zusammen, sechs in einer eigenen Wohnung Am Brüngensbroich. Drei seien nach Absprache zwischen den Rathäusern bei Verwandten in anderen Städten untergekommen und zwei der 43 UMA gelten laut Bremer aus nicht näher genannten Gründen als abgängig.

Kosten Pro Tag und UMA koste die Unterbringung 185 Euro oder mehr. An die zwei Millionen Euro zahle Langenfeld 2016. Die Kostenerstattung durch das Land werde diesen Betrag nur zu einem Teil decken, meinte Bremer in der Sitzung.

(mei)
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