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Monheim
500 Menschen singen in Monheim für den Frieden

Monheim. In St. Gereon berührt ein Konzert mit dem syrischen Pianisten Aeham Ahmad Publikum und Mitwirkende.

St. Gereon war fast zu klein für die vielen Menschen, die sich auf den Weg gemacht hatten um gemeinsam für den Frieden zu singen. Auf jedem freien Platz und auf der Orgelempore saßen und standen Menschen unterschiedlichster Herkunft und Heimat.

Die Kooperation von katholischer Kirche und Integrationsrat der Stadt Monheim, initiiert von der stellvertretenden Vorsitzenden Aynur Yüksel (CDU) und gemeinsam geplant mit der Monheimer Kirchenmusikerin Ute Merten machte den abwechslungsreichen und ergreifenden Abend erst möglich.

Die Vorsitzenden der Kooperationspartner, Pfarrer Burkhard Hoffmann und Abdelmalek Bouzahra, begrüßten die Konzertgemeinde sowie die Mitwirkenden und äußerten ihre Hochachtung für derlei Projekte. Friede sei ein lebenswichtiges Gut für alle Menschen auf dieser Erde.

Aus der ganzen Region kamen Menschen, um in dem Musikprojekt "Musik für den Frieden" unter anderen den syrischen Pianisten Aeham Ahmad zu treffen. Sein Klavierspiel in den Trümmern der Stadt Yarmouk, zum Trost und als Lichtblick für die traumatisierten Menschen im Krieg dort, machte ihn bekannt. Kürzlich erschien sein erstes Buch, er selbst ist in ganz Deutschland unterwegs, um seine persönliche Geschichte mit seiner Sprache der Musik zu erzählen.

Zwei weitere Musikgruppen sangen und spielten sich in die Herzen der Konzertgäste: Der Kammerchor Vohwinkel, ein freier Chor aus Wuppertal (Leitung: Ute Merten), und zwei Musiker der türkischen Gruppe "Nabiz" (= türkisch "Puls").

Hervorragend interpretierte Chormusik von Choralzeitalter bis zur Moderne, berührende Lieder mit Gitarre und Saz sowie bewegende Videos zu impulsiver Klaviermusik bescherten den Zuhörern einen unvergesslichen, wenn auch langen Abend. Zum Teil flossen Tränen der Ergriffenheit durch Liedtexte und Bilder im Kopf. Als dann von den 500 Menschen der Kanon "Shalom chaverim" gesungen wurde, war der Welt-Wunsch nach Frieden förmlich greifbar, so tief von Herzen kommend klangen die Stimmen. Konzertbegleitend ausgestellt waren Werke der jungen Künstlerin Suzan Ceylan und eine Gemeinschaftarbeit des diesjährigen Firmkurses der Kirchengemeinde St. Gereon und Dionysius. Suzan Ceylan beobachtete geflüchtete oder betroffene Menschen in Krisensituationen wie Krieg, die ihre Hoffnung auf Frieden auf verschiedenen Wegen zum Ausdruck brachten. In ihren Werken kommen die Erfahrungen und Emotionen von Lebensgeschichten zum Ausdruck. Aus den Arbeiten der Firmanden lassen sich persönliche Wünsche an Friede und Gemeinsamkeiten herauslesen.

Veranstalter, Mitwirkende und Konzertgäste sind sich einig: Das muss wiederholt werden! Was sonst als Musik hat die Kraft, Menschen derart zu berühren.

(gut)
 
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