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Langenfeld
6 a trifft sich nach 50 Jahren wieder

Langenfeld. 1966 hatten sich die Realschüler zerstreut, jetzt gab es ein großes Wiedersehen. Von Rudi Paas und Kathrin Bochnia

Gabriele Görtz blättert in der "Bier-Zeitung". Es ist ein kleines Abschlussheft, dass ihre Klasse vor über 50 Jahren zusammengestellt hat. Die rund 30 Schüler, darunter größtenteils Jungen, aus Leichlingen, Opladen, Hitdorf, Monheim und Langenfeld gingen sechs Jahre lang gemeinsam in die Realschule. Manch einer kam anfangs noch mit der Straßenbahn aus Hitdorf zur Schule in die Posthornstadt. Und dann? Nach der gemeinsamen Schulzeit trennten sich die Wege. Das Leben zerstreute sie in unterschiedliche Richtungen.

Jetzt gab es ein Widersehen der Realschüler. Die beiden Ehemaligen Peter Dücker und Gabriele Görtz hatten sich entschlossen, für 50 Jahren nach der Entlassung ein großes Treffen zu organisieren.

Gabriele Görtz erinnerte sich immer gerne an früher und die gemeinsame Zeit. Einmal hätte die Klasse 6a bei schönem Wetter einfach die Stühle auf die Wiese getragen. Der Biolehrer sei daraufhin "aus dem Fenster gestiegen und hat einfach mit uns draußen Unterricht gemacht", erzählt die ehemalige Klassensprecherin. Auch sonst habe die Klasse immer mal wieder Blödsinn im Kopf gehabt. "Die Lehrer hatten uns nicht immer so richtig im Griff", gesteht Görtz. Dabei sei aber auch ein großartiger Klassenzusammenhalt entstanden. Ein harter Kern treffe sich regelmäßig. Und so ist es auch kein Wunder, dass die ehemaligen Schüler noch 50 Jahre nach dem Abschluss im großen Kreis zusammenkamen.

Manche reisten dafür von weit her an - etwa aus Österreich oder Berlin. Beim Treffen dabei war auch Lehrer Doll, ein Lehrer der naturwissenschaftlichen Fächer, der regen Kontakt zu seinen damaligen Schülern hat. Gerne hätten sich die Schüler der Realschule Langenfeld, die heute die auslaufende Johann-Gutenberg-Realschule ist, ihre alte Schule noch einmal angesehen. Das ging aber aus organisatorischen Gründen nicht. Daher machten sie eine "Verzällchen-Tour" mit Ehrenbürger Manfred Stuckmann durch Langenfeld. Vor allem die Schüler, die nach auswärts gezogen sind, waren gespannt, wie sich Langenfeld entwickelt hatte. Die alte Realschule ist bei den ehemaligen Realschüler, die heute im Alter von 67 und 68 Jahren sind, trotzdem noch gut in Erinnerung. Das damals neue Gebäude musste pfleglich behandelt werden, war es doch damals die Vorzeigeschule der Stadt Langenfeld. Die vorherige Realschule war im Freiherr-vom-Stein-Haus untergebracht und war viel zu klein. Die Schüler aus den Grundschulen drängten zur Realschule, so errichtete die Stadt eine zweite Schule.

Nach der Stadttour saßen die Ehemaligen dann noch in Lohmanns Landhotel und hatten sich viel zu erzählen. Einer ist Kapitän, einer Bauer, einer Unternehmer, ... nicht nur räumlich hat es sie weit verstreut.

Quelle: RP
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