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Langenfeld
94 Ärzte fordern Stopp von Bayers CO-Pipeline

Langenfeld. 94 Ärzte haben die Stilllegung der bestehenden Kohlenmonoxid-Pipeline zwischen den Bayer-Werken in Wiesdorf und Dormagen gefordert. Die Mediziner aus Leverkusen, Dormagen, Hilden und Mettmann unterstützen laut der Coordination gegen Bayer-Gefahren (CBG) die Forderung nach einer Beendigung des Transports, weil ihrer Meinung nach die Gefahren für Menschen viel zu hoch seien. Sollte sich ein Unfall ereignen, gebe es kaum Rettungsmöglichkeiten. Dies teilten sie in einem Brief der Landesregierung und dem Bayer-Vorstand mit. Initiatoren des Schreibens seien die Anästhesistin und Rettungsärztin Dr. Annette Bauer und der Hildener Kinderarzt Dr. Gottfried Arnold.

Arnold fordert einen Stopp von jeglichem CO-Transport. Dies sei ein "Hochrisikoprojekt außerhalb des Werksgeländes". Und weiter: "Kohlenmonoxid ist hochgiftig und mit den menschlichen Sinnen nicht wahrnehmbar. Die bestehenden Leckerkennungs-Systeme schlagen erst an, wenn bereits 100 Kubikmeter CO ausgetreten sind. Dabei können schon ein oder zwei Atemzüge ausreichen, um einen Mensch zu töten. Ein Vollbruch der Leitung könnte eine Katastrophe ungeheuren Ausmaßes zur Folge haben." Zudem kritisiert der Arzt, dass die Gefahrstoffe in 50 Jahre alten Rohren transportiert werden und die Trasse nicht auf Kampfmittel untersucht worden sei.

Zwar ist neben der Leitung aus den 1960er Jahren der Bau eines begehbaren Rheintunnels in der Planung. Allerdings müsse auch diesem die Zulassung für den Transport von Kohlenmonoxid verweigert werden, fordert die CBG.

(rz)
 
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