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Langenfeld/Solingen
A 3-Zufahrt: Hardt ab sofort in voller Breite befahrbar

Langenfeld/Solingen. Nach Ende der Bauarbeiten folgt jetzt der Praxistest: Ist die Auffahrt leistungsfähiger? Mailen Sie uns Ihre Erfahrungen.

Der Hindernis-Parcours auf der Hardt ist verschwunden. Vorige Woche noch haben sich in dem Baustellenbereich zwischen der Autobahn-Auffahrt der A 3 Richtung Oberhausen und dem Kapeller Weg entgegenkommende Laster an der engsten Stelle nicht begegnen können. Zudem haben die vielen Baken für Irritationen hinsichtlich der Verkehrsführung gesorgt. Jetzt ist Bereich mit den beiden Auffahrten der A3-Anschlussstelle mit drei Spuren auf ganzer Breite freigegeben.

Mit dem Abbau der Baken sowie der Entfernung der gelben und gleichzeitiger Erneuerung der weißen endgültigen Markierungen hat zumindest der Landesbetrieb Straßen NRW die Umbauarbeiten abgeschlossen, die im Mai 2014 begannen und eigentlich im Dezember fertig sein sollten. Einschränkungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen erfordern lediglich noch die bis voraussichtlich Ende Juli andauernden Arbeiten des Verbandswasserwerks Langenfeld-Monheim an den Trinkleitungen zwischen Kapeller Weg und Elberfelder Straße.

Die wichtigste Frage lautet nun: Erfüllt der Umbau seinen Zweck? Ist die Schnittstelle zwischen Hardt und A 3 jetzt so leistungsfähig, dass Stauzeiten erheblich verringert werden? Diese Frage ist auch deshalb von Bedeutung, weil es sich um eine Ersatzlösung handelt - Ersatz für die seit Jahrzehnten geplante, aber nie verwirklichte B 229 n. Dieser rund zwei Kilometer lange Autobahnzubringer von der Gabelung Landwehr zum Kreuz Langenfeld (A 3/A 542) sollte die staugeplagte B 229 zwischen Langenfeld und Solingen im Bereich Landwehr/Wiescheid entlasten. Das vor Jahren mit 13 Millionen Euro veranschlagte Projekt stand auf der Prioritätenliste des Bundesverkehrswegeplans sogar recht weit oben, ehe es um die Jahrtausendwende auf Betreiben der rot-grünen Landesregierung auf die lange Bank geschoben wurde. Besonders die Grünen fürchteten um die Natur am östlichen Rand des Wenzeln- und des Spürklenbergs, später kamen noch Proteste von Solingern hinzu, die die Rupelrather St.-Reinoldi-Kapelle durch einen Straßenbau in Gefahr wähnen.

Den letzten Vorstoß für die B 229 n gab es vor anderthalb Jahren. Aber auch diese Initiative der Industrie- und Handelskammern scheiterte. Nun wird auf die "Ertüchtigung" des Autobahnanschlusses an der Hardt gesetzt, eigentlich ein Provisorium.

Funktioniert der A 3-Anschluss Hardt nach Ende der Bauarbeiten? Berichten Sie uns von Ihren ersten Erfahrungen - an redaktion.langenfeld@rheinische-post.de.

(gra/gut)
 
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