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Langenfeld
A1-Brücke gesperrt - Autos nutzen Fähre

Langenfeld. Befürchtete lange Staus wegen der Sperrung der Rheinbrücke sind am Freitag zunächst ausgeblieben.

Nach der Sperrung der A1-Autobahnbrücke über den Rhein ist das befürchtete Chaos am Freitag ausgeblieben. "Im Berufsverkehr gab es keine größeren Staus, es war deutlich ruhiger, als wir vorher dachten", sagte eine Sprecherin des Straßenbau-Landesbetriebs. "Die Autofahrer haben offenbar die Hinweise beherzigt." Ab dem frühen Nachmittag stockte der Verkehr indes. Die Brücke ist wegen dringender Reparaturarbeiten seit Donnerstagabend bis zum Montagmorgen gesperrt.

Kapitän Hans-Gerd Kohlmann ist mehr als zufrieden. "Es läuft fantastisch", berichtete der Mitarbeiter auf der Hitdorfer Fähre am Nachmittag. "Die ersten Autofahrer waren schon um 5.15 Uhr da, obwohl wir erst um 6 Uhr ablegen." Durch die Sperrung der A1-Rheinbrücke fahre man nun im Dauerbetrieb zwischen Hitdorf und Köln-Langel anstatt nur vier Mal die Stunde - im Schnitt mit 15 bis 18 Autos an Bord. "Wir können die Autobahnbrücke nicht ersetzen", sagt Kohlmann. "Aber wir haben uns auf den Ansturm vorbereitet und bewegen uns jetzt, wie erwartet, am Limit. Am längsten dauert das Rauf- und Runterfahren von der Fähre, weil Fremde dabei sind, die deshalb sehr vorsichtig fahren."

Unterdessen liefen die Brückenarbeiten laut Straßen.NRW nach Plan. Mehrere Schweißteams seien dabei, Schäden zu reparieren. Die Rheinbrücke ist seit 2014 für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt, jedoch wird dieses Verbot immer wieder missachtet. Schwerlastverkehr belastet die ohnehin kritischen Stellen des Bauwerks zusätzlich. Die Brücke soll bis 2023 durch einen Neubau ersetzt werden.

(mei/sug/dpa)
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