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Langenfeld
A1-Brücke mindestens für ein Wochenende gesperrt

Langenfeld. Erörterungstermin zum Ausbau der A1 zwischen Köln-Niehl und Leverkusener Kreuz West: bis Herbst Planfeststellung.

Für die angekündigte Vollsperrung der Leverkusener Rheinbrücke steht offiziell noch kein Termin fest, sagte gestern ein Sprecher der Autobahnbehörde Straßen.NRW. Sicher ist: Die Sperrung wird mindestens ein Wochenende dauern: etwa von Freitag, 22 Uhr, bis Montag, 5 Uhr. Der Behördensprecher schließt auch eine längere Sperrung nicht aus. In dieser Zeit soll unter anderem im Hohlraum der Stahlbrücke ein 40 Zentimeter langer Riss an der Seilverankerung geschweißt werden.

Derweil gibt es Neuigkeiten zum Ausbau der Autobahn A1 zwischen Köln-Niehl und dem Leverkusener Kreuz West. Am Tag fünf des Erörterungstermins zu diesem Thema bewies Erhard Schoofs, dass er Sitzfleisch hat. Der Fraktionschef der Leverkusener Bürgerliste diskutierte dort mit mit Vertretern von Straßen.NRW und der Bezirksregierung. Um ihn herum war die Zahl der Einwender da schon stark geschrumpft. Ein gutes Dutzend arbeitete sich noch an den letztgenannten vier Punkten der Tagesordnung ab. Es ging, wie die Bezirksregierung später formulierte, um "Spezialthemen" - dazu zählten der Landschaftspflegerische Begleitplan, die Wasserwirtschaft, die Versorgungsträger und der Bereich Landwirtschaft, Grunderwerb, Eigentum.

Allzu viel Diskussionsbedarf und hitzige Debatten wie etwa am vergangenen Mittwoch zum Thema Öffnung der Deponie Dhünnaue gab es aber offenbar nicht mehr. Versammlungsleiter Andreas Hein, Jurist bei der Bezirksregierung, schloss den Termin gegen 15 Uhr. Ebenso lange in der Köln-Mülheimer Stadthalle hatte in dieser Woche unter anderem auch Thomas Raithel gesessen.

Der Projektleiter von Straßen.NRW bewertete den Erörterungsmarathon als "eine sehr anstrengende Woche". Aber auch eine, "in der wir Missverständnisse klären konnten, kontrovers, aber auch konstruktiv diskutiert haben". Dass der Termin in fünf Tagen geschafft wurde, ist für Straßen-NRW eine Erleichterung insofern, dass bei Nichtfertigwerden neue Termine nach den Sommerferien hätten gesucht werden müssen, um mit der Erörterung fortzufahren. Das wiederum hätte eine Zeitverzögerung bedeutet. "Und Zeit haben wir in dem Fall nicht wirklich", kommentierte ein Sprecher von Straßen. NRW gestern.

Jetzt ist die Bezirksvertretung Köln dran, die Dinge zu sortieren und zu sondieren. Der Straßen.NRW-Sprecher übermittelte: "Die Bezirksregierung sieht vor, dass der Planfeststellungsbeschluss im Herbst vorliegen soll."

Ist das der Fall, wird es eine Klagefrist vor dem Bundesverwaltungsgericht geben. Ist die ohne Klagen verstrichen, "dann ist der Planfeststellungsbeschluss rechtskräftig und die Bagger können rollen", erläuterte der Sprecher.

Vorgesehen ist dies für Anfang 2017, wenn alles eben genauso läuft. Der erste Teil der A1-Autobahnbrücke über den Rhein soll danach im Jahr 2020 fertig sein, der zweite 2023. Raithel bezifferte die Kosten auf rund 650 Millionen Euro. Die genauen Vorbereitungen für den Brückenbau, etwa die Festlegung des Bauplans, sollen beim Landesbetrieb Straßen.NRW nach den Sommerferien beginnen.

(US/LH)
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