| 16.18 Uhr

Falschfahrer in Langenfeld
Zwei Tote nach Flucht vor Polizeikontrolle auf A3

A3 - Zwei Tote nach Zusammenstoß mit Falschfahrer
A3 - Zwei Tote nach Zusammenstoß mit Falschfahrer FOTO: Patrick Schüller
Düsseldorf. Zwei Männer sind bei einem Frontalzusammenstoß auf der A3 gestorben. Laut Angaben der Polizei hatte ein 47-Jähriger auf der Autobahn gewendet, weil er vor einer Polizeikontrolle flüchten wollte. Die Autobahn war zeitweise in beide Richtungen gesperrt.

Um 1.15 Uhr wollte die Polizei nach eigenen Angaben einen Opel Astra anhalten und den Fahrer überprüfen. Trotz eindeutiger Anhalteaufforderung der Polizei habe der Fahrer die Verkehrskontrolle auf dem Rastplatz Ohligser Heide durchbrochen und versucht über die A3 zu flüchten.

Ein Streifenwagen verfolgte daraufhin das flüchtende Auto. Nach etwa zwei Kilometern konnte der Wagen erreicht und überholt werden. In dem Augenblick, in dem der Streifenwagen sich vor das flüchtende Fahrzeug setzen konnte, schaltete der Fahrer des Opel die Beleuchtung aus, bremste stark ab, wendete und raste laut Polizeiangaben mit hoher Geschwindigkeit als Falschfahrer wieder zurück in Richtung Köln. Die Streifenwagenbesatzung habe daraufhin die Verfolgung sofort abgebrochen.

Nur kurze Zeit später kollidierte der flüchtende Autofahrer mit einem entgegenkommenden Chrysler. Der Zusammenstoß ereignete sich auf dem linken Fahrstreifen der Richtungsfahrbahn Oberhausen in Höhe der Anschlussstelle Solingen. Der Aufprall war so heftig, dass beide Fahrer nicht überlebten.

47-jähriger Unfallfahrer hatte keinen Führerschein

Das Chrysler Cabrio wurde zum Zeitpunkt des Unfalls von einem 29-jährigen Mann aus Köln gesteuert. Ein Team von Spezialisten wurde zur Unterstützung bei der Unfallaufnahme angefordert. Ein Polizeihubschrauber war ebenfalls im Einsatz. Ersten Ermittlungen zufolge war der 47-jährige Unfallverursacher nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Sein Führerschein war bis 2018 gesperrt. Ob das der Grund für sein Verhalten war, wird laut Polizei Bestandteil der Ermittlungen sein. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, glaubt der leitende Staatsanwalt, dass der Falschfahrer betrunken gewesen sei.

Die A3 musste während der Unfallaufnahme und den Bergungsarbeiten ab dem Dreieck Langenfeld in beide Richtungen gesperrt werden. Seit 8 Uhr ist die Strecke am Sonntagmorgen wieder uneingeschränkt befahrbar. Der Sachschaden wird auf rund 20.000 Euro geschätzt.

(vek/skr)