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Langenfeld
Abends im Haus einmal richtig querlüften

Langenfeld: Abends im Haus einmal richtig querlüften
Tipps und Tricks gegen die Hitze. FOTO: Hans-Juergen Bauer
Langenfeld. Die Verbraucherzentrale klärt auf, was Mieter und Hausbesitzer tun können, um die Hitze aus den Räumen fernzuhalten. Von Sonja Schmitz

Richtiges Lüften ist wichtig. Dazu die frühen Morgenstunden nutzen und am späteren Abend, wenn die Temperatur gefallen ist. Fenster und Türen weit öffnen und querlüften. "Die kühle Luft muss möglichst lange durch die Räume strömen, damit die Hitze rausgeht", sagt Friedrich Lentzen, Energieberater bei der Verbraucherzentrale. Wände, Böden, Decken und Möbeln speichern die Hitze und brauchen Zeit, bis sie abkühlen. Sobald es draußen wärmer ist als drinnen, müssen alle Fenster und Türen wieder verschlossen werden, meist bereits am frühen Vormittag.

Elektrogeräte ausschalten. Fernseher, Computer und Lampen geben Wärme ab, wenn sie eingeschaltet sind und tragen so dazu bei, den Raum aufzuheizen. Läuft der Fernseher, obwohl keiner zuschaut, also besser abschalten. Das spart schließlich auch Strom. Ebenfalls hilfreich: Glühlampen durch Energiesparlampen oder LEDs zu ersetzen. Auf Deckenfluter verzichten.

Sonnenschutz wie Rollos, Jalousien und Markisen: Befindet sich der Sonnenschutz innen, erhitzt sich die Glasscheibe und gibt die Wärme an den Raum ab. Rollos, Markisen und Jalousien halten hohe Temperaturen besser ab, wenn wie außen am Fenster angebracht sind. Dazu ist allerdings die Genehmigung des Hausbesitzers nötig. Bei der Auswahl ist die Wartungsanfälligkeit, der Einbruchschutz und die Durchlässigkeit für Tageslicht zu berücksichtigen. Wer keine Möglichkeit hat, sie nach draußen zu verlegen, sollte zumindest einen Sonnenschutz verwenden, der hell ist oder eine reflektierende Oberfläche mit geringer Transparenz hat. Je höher die Reflexion, desto besser ist der Schutz gegen Überhitzung.

Auf der Südseite eines Gebäudes können an großen Fenstern Sonnenschutzverglasungen eine Alternative sein. Zum Beispiel wenn Denkmalschutz nicht zulässt, dass an der Hausfassade äußerer Sonnenschutz angebracht wird. Der Energiedurchlassgrad (g-Wert) sollte kleiner als 0,45 (45 Prozent) sein. Die Durchlässigkeit für Tageslicht (Lichttransmissionsgrad) sollte möglichst hoch sein, ein Wert nicht zu weit unter 70 Prozent ist optimal.

Modernisierungsmaßnahmen beugen Überhitzung vor. Wenn sich in der Dachwohnung die Hitze extrem staut, kann das an mangelhafter Dämmung oder sogar undichten Stellen liegen. Das Dach wirkt dann wie ein Kollektor, der die Wärme ungehindert nach innen weitergibt. Ein luftdichtes und gut gedämmtes Schrägdach ist ein guter Schutz vor der Sommerhitze. Das wird durch eine fachgerecht verklebte Luftdichtheitsfolie erreicht, besonders an den Anschlüssen von Dach, Wand und Fenstern und an Durchdringungen von Rohren, Kabeln, Balken oder dem Schornstein. Wo undichte Stellen im Gebäude bestehen, können die Energieberater der Verbraucherzentrale mit Hilfe einer Wärmebildkamera ermitteln. Wer bereit ist, etwa 1500 bis 2000 Euro in ein modernes Dachfenster zu investieren, macht sich das Lüften leicht: Die solarbetriebene Technik mit integriertem Regen- und Schattensensor sorgt dafür, dass das Fenster automatisch öffnet und schließt. Mit Betondecken und Zementestrichen heizt das Gebäude langsamer auf.

Mobile Klimageräte sind Stromfresser. Diese Kompaktgeräte werden häufig in Bau- oder Elektromärkten verkauft und sind nach dem Aufstellen sofort betriebsbereit. Die Verbraucherzentrale rät von einer Anschaffung ab: Sie verbrauchen sehr viel Strom für eine eher geringe Abkühlung. Sogenannte Splitgeräte sind effizienter und teurer. Allerdings werden sie von einem Fachbetrieb außen montiert, was vom Hausbesitzer genehmigt werden muss. Kühlung auf andere Art verschaffen Ventilatoren: Durch ihren Windhauch trocknet die feuchte Haut und kühlt ab.

Quelle: RP
 
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