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Langenfeld/Düsseldorf
Achteinhalb Jahre für Brandstifter

Langenfeld/Düsseldorf. Langenfelder (41) zündete laut Landgericht Wohnwagen und Autos an.

Als Serienbrandstifter ist ein Langenfelder gestern zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Düsseldorfer Landgericht ging damit über die von der Staatsanwältin beantragte Haftstrafe hinaus, die für den drogenabhängigen 41-Jährigen sechs Jahre und zehn Monate gefordert hatte. Denn bei der Brandserie habe es sich um besonders gefährliche Taten gehandelt.

Die Staatsanwältin hatte dem Angeklagten zehn Fälle in Langenfeld und Hilden vorgeworfen. Zwischen April und Juli 2017 soll er vor allem in Richrath Wohnwagen, Fahrzeuge und Gartenhäuser angezündet haben. Dabei sei ein Gesamtschaden in Höhe von etwa 70.000 Euro entstanden. Mit der Festnahme des Langenfelders im August ging die Serie abrupt zu Ende.

Es sei ein Wunder, hatte die Staatsanwältin gesagt, dass es weder Tote noch Verletzte gegeben habe. Schließlich wurde am Tönnesbrucher Feld ein Wohnmobil in Flammen gesetzt, in dem zwei Männer übernachteten. Durch das Knistern des Feuers geweckt, konnten sie sich gerade noch in Sicherheit bringen. Der Angeklagte, der in der U-Haft einsichtig geworden sein will, eine Therapie und die Gründung einer Familie plant, hatte die Brandstiftungen bei Prozessbeginn abgestritten. Er hatte lediglich eingeräumt, eine Straßenkreuzung mit einer Flüssigkeit präpariert zu haben, um einen Unfall zu verursachen. Das war ihm nicht gelungen, doch auch dieser gefährliche Eingriff in den Straßenverkehr floss ins Urteil ein. Das stützte sich nicht zuletzt auf Videos, die der Angeklagte von den Feuern gedreht hatte.

(sg/mei)
 
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