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Langenfeld
Alle Flüchtlinge sind nun registriert

Langenfeld. Langenfelder Stadtverwaltung fährt über 300 Asylbewerber zum Bundesamt.

Das Bundesamt für Migration (BAMF) hat nach Angaben der städtischen Beigeordneten Marion Prell jetzt alle in Langenfeld wohnenden Flüchtlinge registriert. Dass dies jetzt auch für die bislang noch nicht registrierten Flüchtlinge der Fall ist, sei "mit einem wahren Kraftakt" erreicht worden. An zwei Terminen in dieser Woche wurden laut Rathaussprecher Andreas Voss die betroffenen Bewohner der Unterkünfte mit Bussen zur Registrierungsstelle Niederaußem gebracht, um das Asylverfahren voranzutreiben.

Bis zuletzt hatten Prell zufolge noch mehr als 300 nach Langenfeld zugewiesene Asylbewerber noch keinen elektronischen Ankunftsnachweis. Dieser werde im Zuge der Registrierung beantragt. "Durch diese konzentrierte Sammelregistrierung kommt hoffentlich eine neue Dynamik in das Asylverfahren. Schließlich lebten einige dieser Menschen bereits bis zu einem Jahr in Langenfeld, ohne dass erkennbare Fortschritte im Asylverfahren sichtbar waren.

Die betroffenen Flüchtlinge befürworteten laut Voss den Vorstoß der Stadtverwaltung. "Trotz des frühen Treffpunktes ab 5.30 Uhr morgens standen die meisten Asylbewerber zur Abholung bereit in der Erwartung, endlich der Rechtssicherheit über ihren Aufenthalt einen Schritt näher zu kommen."

Prell bewertet die Registrierungen als wichtigen Schritt zur Integration. "Anerkannte Asylbewerber dürfen sich um einen eigenen Wohnraum bemühen, können die Gemeinschaftsunterkünfte verlassen." Abgelehnte Asylbewerber würden auf die Ausreise vorbereitet. Dies mache Platz für Menschen frei, "die nicht aus sicheren Herkunftsländern stammen". Wie lange sich die einzelnen Verfahren bis zu einer endgültigen Asylentscheidung hinziehen, vermochte im Rathaus niemand zu sagen.

(mei)
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