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Langenfeld
Angehörige Demenzkranker plaudern und feiern

Langenfeld. Pflegende Angehörige von Demenzkranken "dürfen sich nicht selbst vergessen", sagt Martina Schramm, Sprecherin der Langenfelder LVR-Klinik. "Sie müssen mit ansehen, wie Partnerinnen und Partner ihre Fähigkeiten verlieren oder auch wie Eltern entscheidungsunfähig werden und dann von der Unterstützung der Kinder abhängig sind. Dies erfordert viel Stärke." Sie verweist auf eine Gesprächsgruppe für Angehörige, die sich monatlich trifft und die sich bei einem Fest am 28. Juni Interessierten vorstellen wird.

Oft wenden sich Verwandte und Vertraute von dem erkrankten Menschen ab, weil sie die Verhaltensweisen nicht verstehen. Häufig kommt bei deren Angehörigen Angst vor finanziellen Problemen hinzu und die Bedenken, der Aufgabe nicht gewachsen zu sein. "Dies löst bei vielen Pflegenden ein Gefühl der Hilflosigkeit aus", meint Helmut Hoyer, Mitorganisator der Gesprächsgruppe. "Negative Gefühle wie Erschöpfung, Einsamkeit und eingeschränkte soziale Kontakte fördern Ängste." Die gemeinsam von der Gerontopsychiatrischen Ambulanz der LVR-Klinik und der Alzheimer-Gesellschaf getragene Gesprächsgruppe trifft sich jeden vierten Dienstag im Monat. Bei diesen Zusammenkünften im Gerontopsychiatrischen Zentrum Langenfeld sind jeweils Mitarbeiter beider Einrichtungen zugegen. Zu dem Fest am 28. Juni mit Plaudereien, Snacks, Getränken und Musik sind Demenzkranke mit Angehörigen und Freunden eingeladen.

28. Juni, 17 Uhr, Gerontopsychiatrisches Zentrum, Kreuzstraße 18. Anmeldung erbeten unter Tel. 02173 - 1652104 bei Helmut Hoyer.

(mei)
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