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Monheim
Architekten erfassen historische Nebengebäude

Monheim. Beim Tag des offenen Denkmals am 11. September sollen gelungene Beispiele gezeigt werden.

Das Thema Altstadtrevitalisierung hat viele Facetten. Mit dem 2013 aufgelegten Fassadenprogramm schuf die Stadt finanzielle Anreize für Eigentümer, die Fassaden ihrer denkmalwerten Häuser wiederherzustellen. Dies sollte auch dem gesamten Erscheinungsbild zugute kommen. Schon seit mehr als einem Jahr sucht die Stadt unter Mithilfe der Bauhistorikerin Maren Lüpnitz nach verborgenen Spuren der Stadthistorie, etwa dem hölzernen Bollwerk, das die Alte Freiheit schützte. In einem weiteren Schritt erhielt das Büro Hendrix Architektur Städtebau den Auftrag, weitere erhaltenswerte Gebäude und Ensembles zu erfassen. Dabei richtet sich das Augenmerk vor allem auf die Nebengebäude - ehemalige Stallungen, Werkstätten und Lagerräume, die meist auf den rückwärtigen Grundstücksteilen liegen. Der Aufruf, den die Stadt veröffentlichte, stieß auf wohlwollende Resonanz: "Wir sind sehr zufrieden, die Leute sind erstaunlich offen", freut sich Anett Mesletzky vom Bereich Stadtplanung und Bauaufsicht. "Die Eigentümer möchten selber gerne wissen, ob ihr Gebäude etwas Wertvolles birgt." Natürlich müsse man dem ein oder anderen auch die Sorge nehmen, die Bauaufsicht komme vorbei, um zu kontrollieren und nicht genehmigte Bauten abzureißen, sagt Robert Ullrich. Bei vielen Anbauten handele es sich um verfallene Schuppen, nur manche würden noch als Hobbywerkstatt oder Lager genutzt, sagt Mesletzky. "Die meisten stammen aus dem 17. bis 18. Jahrhundert." Darunter können sich erhaltenswerte Schätzchen befinden, die einer besonderen Pflege bedürfen. Das Büro Hendrix nehme zunächst eine bautechnische Untersuchung vor. Scheint das Gebäude interessant, wird eventuell nach dem genauen Bauzeitalter geforscht oder die ursprünglichen Abmessungen des Gebäudes ergründet.

Beim Tag des offenen Denkmals am 11. September sollen gelungene Beispiel für eine Fassadensanierung gezeigt werden, wie das Objekt Lottner-Haus, Kapellenstraße 44.

(elm)
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