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Monheim
Auch Grundschulen sollen Tablets erhalten

Monheim. In diesem Jahr will die Stadt für 221.000 Euro moderne Medien für die Schulen anschaffen. Von D. Schmidt-Elmendorff

67 neue PCs, 99 Monitore, 123 Tablets, 13 Whiteboards, 12 Laptops und zehn Beamer - das ist die Wunschliste der Monheimer Schulen für ihre weitere Ausstattung mit modernen Medien. Das Ergebnis der Jahresbilanzgespräche hat die Stadt auch sogleich in ihre Einkaufs-Liste für dieses Jahr übernommen.

Im Zuge der Medienentwicklungsplanung 2011 bis 2016 liegt der Schwerpunkt in diesem Jahr bei der Einführung von Tablets an den weiterführenden Schulen und Grundschulen, dem Austausch veralteter Monitore und PC-Systeme sowie dem weiteren Ausbau von Präsentationsmöglichkeiten. Dafür hat die Verwaltung 221.000 Euro in den Haushalt eingestellt.

Als Vorreiter hatte das Otto-Hahn-Gymnasium im Sommer 2015 Tablets in zwei fünften Klassen eingeführt. Insgesamt habe sich aber der Zeitraum als zu kurz erwiesen, um das Projekt abschließen zu können. "Dieses neue Unterrichtsmedium fordert den Lehrkäften viele Kompetenzen ab, so dass man es nicht von heute auf morgen nutzen kann", sagt Schulleiter Hagen Bastian. Deshalb wurde der Projektzeitraum um ein weiteres Jahr verlängert.

Auch die Peter-Ustinov-Gesamtschule möchte den Tablet gestützten Unterricht einführen - allerdings mit dem Schwerpunkt auf die Oberstufe. "Wir steigen in der Stufe 11 ein, denn das Oberstufengebäude ist technisch besser ausgerüstet", sagt Schulleiter Ralf Sänger. Die Sekundarschule überarbeitet derzeit ihr Medienkonzept als Voraussetzung für den Einsatz mobiler Geräte. "Im Sommer soll es vorliegen, wir haben aber ein sehr junges Kollegium, das den neuen Medien gegenüber sehr offen ist", sagt Schulleiterin Petra Pesch. Als technische Voraussetzung muss an diesen Schulen das Wlan-Netz ausgebaut werden. Zudem wird sowohl an der Sekundarschule wie auch am Gymnasium ein Computerraum erneuert.

Nach der Astrid-Lindgren-Schule sollen 2016 auch drei andere Grundschulen mit Tablets in halber Klassenstärke ausgestattet werden. Weil sie flexibler einsetzbar sind, könnten sie bald die Medienecken in den Klassenräumen ersetzen, so die Schulverwaltung. Noch vor den Sommerferien sollen allerdings erst einmal die Lehrer geschult werden und Tablets erhalten, damit sie sich damit vertraut machen können.

Im Schulausschuss dankte Hagen Bastian der Stadt für die "sehr gute Medienausstattung". Sie böte ausgezeichnete Möglichkeiten, "das Unterrichten abwechslungsreicher und moderner zu gestalten". Es freue ihn sehr, dass die Stadt plane, das Medienentwicklungskonzept fortzuschreiben, so dass die Schulen Planungssicherheit haben.

Quelle: RP
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