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Kreis Mettmann
Ausflugstipps fürs herbstliche Neanderland

Kreis Mettmann. Rote Äpfel, goldene Wälder - in der Region können Naturfreunde den Herbst mit allen Sinnen genießen.

Zahlreiche Wanderwege und geführte Touren bieten gute Aussichten auf die farbenprächtigen Landschaften in der Region zwischen Rheinland, Ruhrgebiet und dem Bergischen Land. In den urigen Bauerncafés und Hofläden kommt die neue Ernte frisch auf den Tisch. Hier sind unsere Tipps.

Den bunten Baumwipfeln besonders nah kommt man im Waldkletterpark Velbert. Erwachsene und schon kleine Kletterer ab vier Jahren können sich dort über wackelige Brücken entlang hangeln oder mit Seilbahnen durch den Herbstwald brausen (www.wald-abenteuer.de/velbert).

Wer einmal ordentlich Apfel- und Birnenbäume schütteln möchte, sollte sich zur Ernteaktion auf den Streuobstwiesen der Biologischen Station Haus Bürgel in Monheim anmelden (Samstag, 24. September). Bei der anschließenden Kinderaktion am 12. Oktober werden auch die Kleinen zu Erntehelfern und können ihren eigenen Saft pressen. Auf verschiedenen geführten Touren, wie etwa eine Herbstpilz-Suche oder eine lyrische Naturwanderung, erleben Naturliebhaber die Auenwälder in der Urdenbacher Kämpe von ihrer schönen Seite (www.hausbuergel.de ).

Erholung und Ruhe in der Natur bietet der Neanderlandsteig. Eine besonders schöne Etappe im Herbst ist die Route von Ratingen-Homberg nach Erkrath, die das romantische Stinderbachtal durchquert (www.neanderlandsteig.de). In einen kräftigen Farbenmantel hüllt sich auch das Neandertal, das im Anschluss an einen Spaziergang um das Eiszeitliche Wildgehege im Neanderthal Museum zu einer Reise durch die Menschheitsgeschichte einlädt (www.neanderthal.de).

Frisch geerntete Äpfel, Kürbisse, Käse oder Wurstwaren - die Fülle der diesjährigen Ernte lässt sich beim Ratinger Bauernmarkt am Sonntag, 25. September, kosten. An rund 40 Ständen können die Besucher Spezialitäten regionaler Erzeuger probieren und kaufen (www.kalender-ratingen.de). Mit süßen und herzhaften Leckereien aus eigener Herstellung locken auch die zahlreichen Hofcafés und Läden der Bauernhöfe im Neanderland, so etwa im Schwarzbachtal oder im Windrather Tal (www.neanderland.de/typisch).

Köstlichkeiten für die Küche und Heilsames für die Hausapotheke zeigt die Waldpädagogin Astrid Walker bei ihrer "Kräuterwanderung im Herbst" (Freitag, 30. September) rund um den stillgelegten Kalksteinbruch "Grube 7" in Haan-Gruiten (www.naturerfahrungs-angebote.de).

Vom Feld direkt unters Messer kommen die Kürbisse von Gut Hixholz in Velbert. An jedem Sonntag im Oktober können Kreative jeden Alters beim Offenen Kürbisschnitzen Halloweenfratzen anfertigen (www.gut-hixholz.de).

Es ist ein beliebtes Familien-Event, das Apfelfest am Zeittunnel in Wülfrath. Am Sonntag, 9. Oktober, dreht sich von 10 bis 18 Uhr alles um die süße Frucht: Das Apfelfest bietet Kinderaktionen, historisches Apfelpressen sowie den Verkauf von Äpfeln und Apfelsaft. Der Zugang zum Gelände ist frei, für den Besuch des Zeittunnels wird der normale Eintritt erhoben. (www.zeittunnel-wuelfrath.de)

Die Landschaft in der Region ist in Teilen durch den Kalkabbau geprägt worden. Die gewaltigen Steinbrüche haben Narben hinterlassen. Vom Osterholz (Hahnenfurter Weg) in Gruiten aus kann derzeit ein Blick in einen Abbaubereich geworfen werden. Wie sehr die Kalkindustrie dem Ort und seiner Umgebung den Stempel aufdrückte, können Wanderer unter anderem im Düsseltal erahnen. Dort gibt es zum Beispiel einen alten Ringofen am Wegesrand. Wer auf seinem Smartphone die App "Guidemate" lädt, erhält unterwegs Kommentare und Bilder geliefert.

"Von der Heide in den Stadtwald" führt die Neanderlandsteig-Etappe von Solingen nach Haan-Hülsberg. Die 16,4 Kilometer weite Route (leichte Höhendifferenz) ist in vier bis viereinhalb Stunden zu bewältigen. Die Strecke führt durch die Ohligser Heide, in der sich neben Feuchtheide, Moor- und Bruchwald auch ein naturnahes Freibad befindet. Romantische Waldseen und plätschernde Bäche säumen den Weg im Hildener Stadtwald. Die Hildener Heide (mit Hildener Stadtwald) und die Ohligser Heide gehören zu einem besonderen Naturraum im Ballungsgebiet.

Über den Panoramaradweg ist der Heiligenhauser Stadtteil Isenbügel auch ohne kräftezehrenden Anstieg aus dem Ruhrtal heraus zu erreichen. Der Weg lohnt sich besonders am kommenden Wochenende. Blotschenball-Fest in Isenbügel wird am Freitag, 16., und Sonntag, 18. September, im Festzelt am Laupendahler Weg gefeiert. Los geht es am Freitag ab 19 Uhr mit der Rocknacht. Zwei Bands sorgen für Stimmung zum Auftakt des Zeltfestes. Beide Bands treten zum ersten Mal in Isenbügel auf. Die erste ist die bekannte Bryan Adams-Tribute-Band "Bryan 69", anschließend die Oberhausener Cover-Band "Mottek". An der Abendkasse kosten die Karten 15 Euro. Für Studenten und Azubis (mit entsprechenden Ausweisen) ab 18 Jahren gibt es als Ermäßigung zwei Freigetränke. Jugendliche bis 18 Jahre zahlen 5 Euro Eintritt. Am Sonntag steigt dann der Blotschen-Klassiker im und am Festzelt. Start ist um 10 Uhr mit einem ökumenischer Zeltgottesdienst. Ab 11 Uhr finden die Blotschentänze der Kindergarten- und Schulkinder im Festzelt statt. Der Eintritt ist für alle frei. Für die musikalische Stimmung sorgt "Das Duo" im Wechsel mit französischer Akkordeonmusik im und am Festzelt. Auch ein echter westfälischer Holzschuhmacher ist mit von der Partie. Wie im Vorjahr sorgen Kirmes-Unterhaltung und Glückslotterie wieder den ganzen Tag über für das traditionelle Flair des Blotschenball-Sonntags in Isenbügel.

Viele weitere Ausflugstipps gibt es unter www.neanderland.de

(-dts/köh)
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