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Langenfeld
Awo berät Senioren bei Nachbarschaftshilfe

Langenfeld: Awo berät Senioren bei Nachbarschaftshilfe
Susanne Labudda (l.), Wida Beck und Klaus Kaselofsky (r.) stellten Jens Geyer im Siegfried-Dißmann die Anlaufstelle für Senioren vor.
Langenfeld. Der Landtagsabgeordnete Jens Geyer zeigt sich bei einem Besuch in Immigrath vom "i-Punkt" angetan.

Der Zusammenhalt in der Gesellschaft schwindet, hört man oft. Dass es auch anders geht, zeigt die Langenfelder Arbeiterwohlfahrt mit ihrem Projekt zur "Quartiersentwicklung" in Immigrath. Gemeinsam mit der Stadt und mit Unterstützung der landesweit tätigen Netzwerk-Initiative "Zwar" ist die Awo dabei, ein Nachbarschaftshilfe-Netzwerk aufzubauen. "Zwar" steht für "Zwischen Arbeit und Ruhestand". Ziel ist es, die Gemeinschaft in Immigrath durch Förderung des Ehrenamts zu stärken. Der SPD-Landtagsabgeordnete Jens Geyer stattete der Awo jetzt einen Besuch ab und ließ sich das Projekt vom Awo-Vorsitzenden Klaus Kaselofsky und den beiden Begegnungsstättenleiterinnen Wida Beck und Susanne Labudda erklären.

Dabei kam auch das "Café am Wald" in der Awo-Begegnungsstätte in Langfort zur Sprache. Alle zwei Wochen finden dort die "Basisgruppentreffen" von "Zwar" für alle Interessierten ab 55 statt. "Jeden zweiten Montag kommen zwischen 30 und 75 Senioren - und das schon seit über zwei Jahren", berichtet Susanne Labudda stolz. Das Angebot an Aktivitäten ist vielfältig. Es reicht von gemeinsamen Grillabenden über Wander- und Paddelgruppen bis hin zu Vorlesepaten an Grundschulen.

Der Grundgedanke des Konzepts liegt darin, dass es in der Gruppe keine formalen Strukturen gibt und die Junggebliebenen selbständig ihre Aktionen planen und bei Bedarf Unterstützung erhalten. Dass sich das Projekt kontinuierlich weiterentwickelt, ist für den Langenfelder Awo-Vorsitzenden ganz besonders wichtig: "Immer wieder haben uns die Aktiven mitgeteilt, dass ihnen und ihrem Umfeld ein zentraler Anlaufplatz fehlt, bei dem sie unbürokratisch Rat erhalten. Zu diesem Zweck haben wir eine Anlaufstelle für ältere Menschen eingerichtet, den ,i-Punkt Senioren'", berichtet Kaselofsky.

Eingerichtet ist der i-Punkt im Siegfried-Dißmann-Haus der Awo, Solinger Straße 103. Für die Arbeit dort haben sich ältere Menschen zu "Seniorenscouts" schulen lassen. "Neun Personen helfen ehrenamtlich im persönlich Gespräch, telefonisch oder per E-Mail", erklärt Kaselofsky. Geyer zeigte sich angetan: "Die Langenfelder Quartiersarbeit ist vorbildlich. Und die Arbeit der Awo ist eine Erfolgsgeschichte für die ganze Stadt", lobt der Landtagsabgeordnete. Er sieht indes im Zuge der Volksalterung noch weitere große Aufgaben auf die Stadt zukommen. "Die Menschen brauchen im Alter bezahlbare kleineWohnungen. Hier ist gerade in Langenfeld noch viel zu tun", sagte Geyer.

(gut)
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