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Langenfeld
Bäche bekommen Hochwasser-Zonen

Langenfeld. Bezirksregierung bestimmt Überschwemmungsgebiete für drei Langenfelder Fließgewässer.

Die Bezirksregierung hat nach eigenen Angaben jetzt an drei Langenfelder Bächen längere Uferabschnitte als mögliche Überschwemmungsgebiete festgelegt: Galkhausener Bach (über 8,9 Kilometer Länge), Burbach (7,3 Kilometer) und Viehbach (13,5 Kilometer). Nach Angaben von Behördensprecherin Dorothee Gindrig wurden diese Geländestreifen für den genannten Zweck "vorläufig gesichert". Was das bedeute? "In vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebieten gelten gesetzliche Regeln und Verbote", erläuterte Gindrig auf Anfrage. "Diese sollen eine Verschärfung der bestehenden Hochwassergefahr und eine Vergrößerung der zu erwartenden Schadenssituation verhindern."

Obwohl die drei Langenfelder Bäche heute eher unscheinbar plätschern, gelten sie laut Gindrig für den Fall eines so genannten Jahrhunderthochwassers als "Risikogebiete". So wie in anderen Regionen Deutschlands geschehen, könnten harmlos erscheinende Bäche durch Starkregen und hohen Wasserzufluss ansteigen, Straßen überspülen und Schäden anrichten. "Das soll durch festgelegte Überschwemmungsgebiete verhindert werden, in denen sich das Hochwasser wie in Auen schadlos ausbreiten und danach wieder abließen kann."

In den nun behördlich bestimmten Zonen am Burbach, Viehbach und Galkhausener Bach werden laut Gindrig Bauvorhaben eingeschränkt. Außerdem dürften dort keine wassergefährdenden Stoffe gelagert oder auf dem Boden aufgebracht werden. Und es dürften dort nicht über längere Zeit Gegenstände stehen, die den Wasserabfluss behindern oder die gar fortgeschwemmt werden könnten.

Die Planunterlagen sind bis zum 26. Oktober bei der Bezirksregierung in Düsseldorf, Cecilienallee 2, einzusehen; ebenso im Internet , www.brd.nrw.de/umweltschutz/hochwasserschutz/Ueberschwemmungsgebiete.html

(mei)
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