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Baumberg
Baumberger haben viele Ideen zu Ortseingang

Baumberg. Rund 100 Interessierte nahmen jetzt an einem Workshop der Architekten im Bürgerhaus teil. Von Petra Czyperek

Ob neu Hinzugezogene wie Ursula Rogoll oder Alteingesessene wie die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Ursula Budde - das Interesse der Baumberger an der Umgestaltung ihres Ortseingangs ist groß. Rund 100 Teilnehmer kamen zum Workshop ins Bürgerhaus, um eigene Ideen in die Planungen von Stadt, katholischer Kirchengemeinde und Eigentümerfamilie Muhr einzubringen. Drei Architekturbüros stellten Anregungen vor, wie das Kirchengrundstück von St. Dionysius neu strukturiert, der benachbarte Kirberger Hof umgestaltet und bessere Wegeverbindungen inklusive Grüngürtel bis zum Bürgerhaus geführt werden können.

Bürgermeister Daniel Zimmermann plädierte dafür, das Gelände vom Kirchberg bis zum Bürgerhaus im Kontext anzusehen. "Was wir jetzt planen, hat für Jahrzehnte Bestand." Stadtplaner Jochen Füge, der die Runde moderierte, skizzierte die Ziele: So soll der Kirchhügel mehr als bisher herausgestellt werden und einen einladenden, großen Vorplatz bekommen, der für Messen und Feste genutzt werden kann. Ein neues Pfarrzentrum soll - anders als bisher - unter einem Dach entstehen. Auf dem Gelände sollen außerdem Wohnungen gebaut werden. Die bestehende Kita könne an anderer Stelle neu errichtet und weiterentwickelt werden. Die "Planergruppe Oberhausen mit rha Reiche Haase" brachte sogar den Kirberger Hof als möglichen Standort ins Spiel. Für die unter Denkmalschutz stehende Anlage ist noch keine konkrete Nutzung geplant. Sie kann in Absprache mit der Familie Muhr als Kultur- oder Bildungseinrichtung und eventuell für betreutes Wohnen infrage kommen. Ein Grüngürtel mit alten Bäumen soll mit Rad- und Fußwegen durchzogen bis zum Bürgerhaus und weiter zum Grünzug an der Geschwister-Scholl-Straße führen. Die Architekten Thomas Luszak und Ulrike Platz von "Luczak Architekten" und "Die 3 Landschaftsarchitektur" würden gerne den Kirberger Hof angemessener präsentieren. "Er ist jetzt etwas abgeschottet." Das Team "Wienstroer Architekten mit greenbox landschaftsarchitekten" hat eine Denkmallandschaft mit enger Anbindung an Zons und Benrath im Blick. Thomas Ditrich und Birgit Schmid (Planergruppe Oberhausen) glauben, die Öffnung des Kirchhügels biete großes Potenzial, um Stadt und Kirche ein Gesicht zu geben. Sie wollen die Landschaft erhalten und die Nord-Süd-Verbindung verbessern.

Philip Ullrich (23) ist in der katholischen Jugend aktiv und machte sich im Workshop dafür stark, dass das Außengelände der Kirche kindgerecht gestaltet wird. Hans Schnitzler, Vorsitzender und Mitbegründer des Vereins Marienkapelle, engagierte sich, um die "einzigartige Hofanlage einzubinden und zu erhalten". Und Steffen König interessierte sich für die angedachte Wohnbebauung auf dem zu überplanenden Areal.

Quelle: RP
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