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Monheim
Bayer investiert in Standort Monheim

Monheim: Bayer investiert in Standort Monheim
Feierten Richtfest: Daniel Zimmermann, Thomas Schepers, Markus Dollinger, Uwe Jansen, Dirk Backhaus, Torsten Kuohl, Simone Rosche (v. li.). FOTO: rm-
Monheim. 40 Millionen Euro fließen in 9000 Quadratmeter großes Gewächshaus mit angeschlossenem Büro- und Laborgebäude. Von Petra Czyperek

Punktgenau montierten die Arbeiter gestern noch kurz vor dem Richtfest die letzten Stahlträger am Gewächshaus und stellten die Dachkonstruktion fertig. "Der Rohbau steht", freute sich Markus Dollinger, Leiter der Insektizidforschung, bei Bayer Crop Science. Und somit schließt sich der Kreis. Vor genau 100 Jahren - im September 1916 - wurde bei Bayer die erste wissenschaftliche Abteilung für Insektenbekämpfung gegründet. Heute ist der Konzern Weltmarktführer und möchte es auch bleiben. "Das neue Gewächshaus hilft uns dabei", sagte Dollinger. "Da steckt Hightech drin. Es wird eines der modernsten Treibhäuser sein."

40 Millionen Euro fließen in den 9000 Quadratmeter großen Bau mit angeschlossenem Büro- und Laborgebäude. Voraussichtlich im zweiten Quartal 2017 sind die Arbeiten abgeschlossen. Das Bauwerk sei "ein Meilenstein" betonte Standortleiterin Simone Rosche. Und Dirk Backhaus (Leiter Produktversorgung) gab ein klares Bekenntnis zum Standort Monheim ab: "Wer baut, sieht eine Zukunft." So steige die Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln überall auf der Welt stetig an. Zunehmend träten Resistenzen gegen Produkte auf, die schon länger auf dem Markt sind. Sowohl Großbetriebe als auch Kleinbauern suchten nach innovativen Lösungen. Es sei "eine sehr dringende Aufgabe", die Zukunft der Landwirtschaft zu sichern, erklärte Backhaus. "Deshalb investieren wir 40 Millionen Euro in dieses Einzelprojekt."

Auch der Zusammenschluss von Bayer und Monsanto sei auf diesem Weg "ein sehr wichtiger Schritt". Nach Firmenangaben ermögliche er es, dass Landwirte überall auf der Welt innovative Produkte erhielten. Und er schaffe Wachstum und neue Arbeitsplätze. Es gehe, so Bayer, um Investitionen, keinesfalls darum, die Kosten zu senken. Der weltweite Bereich Pflanzenschutz sowie Crop Science insgesamt würden aus Monheim in Deutschland geführt, teilte der Konzern mit.

Die Fusion von Bayer und Monsanto sieht auch Bürgermeister Daniel Zimmermann (Peto) positiv. "Ich kenne und erlebe das Unternehmen als wichtigen Arbeitgeber". Der Zusammenschluss sei wegweisend. Zimmermann geht davon aus, dass das Gewächshaus den Grundstein für die erfolgreiche Forschung in den nächsten Jahren legt. "Das geschieht am Standort Monheim, darüber freue ich mich." Er verglich die Firmenphilosophie des Bayer-Konzerns mit den Monheimer Zielen. Man ziehe an einem Strang: "Was wir auf lokaler Ebene tun können, werden wir machen." Das Stadtoberhaupt wies darauf hin, Monheim habe den niedrigsten Gewerbesteuerhebesatz bundesweit und erklärte, man wolle die Steuerquote für die ortsansässigen Unternehmen unter die "international wichtige Marke von 25 Prozent" drücken. Außerdem werde der Glasfasernetzausbau engagiert vorangetrieben. 2018 - früher als geplant - wolle man eine flächendeckende Verkabelung vorhalten. Und auch die Schnellbusverbindung solle bald bis zum Rheinpark ausgebaut werden, damit Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze schneller erreichen.

Quelle: RP
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