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Langenfeld
Bayer: Wegen Monsanto-Deal kein Sparkurs bei Pharma

Langenfeld. Bayer-Aufsichtsratschef Werner Wenning hat in einem Interview Befürchtungen widersprochen, Bayer strebe wegen der 66 Milliarden Dollar teuren Monsanto-Übernahme nun einen Sparkurs im Pharmabereich an. Den werde es in der Pharmasparte wegen der Übernahme nicht geben. Bayer könne in dem Bereich über ergänzende Zukäufe reden, "aber natürlich nicht im zweistelligen Milliardenbereich", sagte Wenning der Zeitung "Wirtschaftswoche". Große Übernahmen seien erst mittelfristig wieder möglich, da sich Bayer in den nächsten Jahren auf die Rückzahlung seiner Schulden konzentrieren wolle. Und: "Sicherlich hätte Monsanto-Chef Hugh Grant es lieber umgekehrt gesehen und unser Agrargeschäft übernommen. Aber so ist es nun mal nicht gekommen."

Der Bayer-Konzern belegt im aktuellen "Good Company Ranking" der Dax30-Unternehmen den zweiten Platz. Laut Kirchhoff Consult, die die Rangliste aufstellen, ist das der größte Nachhaltigkeits-Wettbewerb in Deutschland. Bewertet werden Leistungen auf den Gebieten Gesellschaft, Mitarbeiter, Umwelt und Financial Integrity. Bayer schnitt nach eigenen Angaben besonders gut in der Kategorie Gesellschaft ab, unter anderem wegen des systematischen Dialogs mit diversen Interessengruppen "und der Einbindung der Ergebnisse in die Entscheidungsprozesse". In der Kategorie Umwelt wurden Aktivitäten zur Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards in der Lieferkette sehr positiv bewertet. Grundlage für das wissenschaftlich ausgewertete Ranking sind Daten aus 2015.

(LH)
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