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Monheim
Beim Beatboxen ist der richtige Zungenschlag gefragt

Monheim: Beim Beatboxen ist der richtige Zungenschlag gefragt
Zum Einstieg gibt's die "Pizza-Katze": Hendrik (r.) und Jacob (l.) lernen bei Fips das Beatboxen. FOTO: RALPH MATZERath
Monheim. In der Monheimer Musikschule lernen Zehn- bis Vierzehnjährige, allein mit der Stimme Musik zu machen. Von Jonas Rockelsberg

Aus den weißen Boxen in dem Saal der Monheimer Musikschule tönen schnelle Beats und Geräusche. Überraschend ist, dass ein Mensch sie erzeugt. Philipp aus dem Siepen wärmt sich für den Workshop "Beatboxen mit Fips" auf. Fips, das ist er selbst, der studierte Jazzgitarrist und Dozent. Fips trägt Cargo-Shorts und ein kurzes, schwarzes T-Shirt. Lockere Kleidung - genau so soll auch dieser Kurs werden.

Beatboxen ist die Kunst, mit der Stimme Laute zu erzeugen. Mit diesen formt man dann einen Rhythmus und - je nach Erfahrung - sogar eine Melodie. "Hat jemand von euch schon einmal etwas mit Beatboxen gemacht", fragt Fips die Teilnehmer, acht Jungen und zwei Mädchen im Alter zwischen 10 und 14. Fünf bejahen die Frage. Dann machen sie alle zum Einstieg die "Pizza-Katze". Wenn man das rhythmisch ausspricht und die Vokale weglässt, erhält man einen einfachen Beatbox-Beat. Die Schüler sollen die Laute erkennen, die in der "Pizza-Katze" vorhanden sind. Das sind zum Beispiel das "P" oder "B", eine Art Bassdrum oder das "T" oder "Z", eine Art Hi-Hat. "Das sind die Grundlaute im Beatboxen", erklärt Fips. Weiter geht es mit den Mustern von Rhythmen, die man beim Beatboxen benutzen kann. Fips selber findet das nicht so spannend, sagt aber, dass es sehr wichtig ist, weil das Verstehen der Muster zusammen mit den Grundlauten die Grundlage vom Beatboxen ist. Also aufgepasst und Konzentration!

In den Übungen werden die Rhythmen immer komplizierter, und es kommen immer mehr Laute hinzu. Nach der Pause trägt Fips ganze, zusammenhängende Stücke vor. Staunen in den Gesichtern. Danach dürfen die Teilnehmer als Gruppe vollständige Beats vortragen. Fips lobt viel, verbessert aber auch individuell. Während den unerfahrenen Teilnehmern immer mal wieder die Luft ausgeht oder sie aus dem Rhythmus kommen, schaffen es die Erfahrenen bereits während der gesamten Beatpassagen, die richtigen Laute zu benutzen. Als es dann allseits rund läuft, steigt Fips ein und gibt noch Bass und Melodien dazu.

Darauf haben die Beatbox-Schüler sich schon die ganze Zeit gefreut. Das zweite Mikro kommt jetzt ins Spiel. Sie dürfen alleine einen Beat vortragen. Auch hier steigt Fips nach einer Weile mit Melodien ein. Manche Teilnehmer haben schon gute Improvisationen parat. Manche enthalten auch spezielle Geräusche. Fips ist begeistert. Darauf wollte er auch noch zu sprechen kommen. Bassiges Röhren, Sirenen, Summen und viele andere Geräusche lassen sich super beim Beatboxen einsetzen. Er greift einige Geräusche auf und erklärt, wie man diese abändern und beim Beatboxen einbauen kann.

Mit viel Eifer üben die Schüler weiter, denn sie haben ein Ziel: die "Rucksackparty" am morgigen Freitag ab 18 Uhr im Monheimer Ulla-Hahn-Haus, Neustraße 2/4: Dann tragen sie zusammen mit Rap-Workshop-Teilnehmern aus Dormagen vor, was sie gelernt haben.

Quelle: RP
 
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