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Mobile Redaktion
Berghausener freuen sich über neue Läden

Mobile Redaktion: Berghausener freuen sich über neue Läden
Bei der Mobilen Redaktion der Rheinischen Post vor dem Supermarkt unterhielten sich Herbert Schneider (v.l.), Ulrike Perk, Günter Richarz, RP-Lokalchef Stephan Meisel und Friedhelm Beseke über Berghausener Themen. FOTO: Ralph Matzerath
Langenfeld. In dem 2016 eröffnete Ladenzentrum zwischen Blumen- und Düsseldorfer Straße stand gestern die Mobile RP-Redaktion. Von Stephan Meisel

berghausen Seit einem Jahr hat Langenfelds zweitkleinster Stadtteil ein eigenes Ladenzentrum. Dass Supermarkt, Drogeriemarkt und weitere Geschäfte gut angenommen werden, zeigte gestern Vormittag der gut gefüllte Parkplatz an. Doch nicht nur mit dem Auto kommt die Kundschaft dorthin, sondern auch mit dem Fahrrad oder zu Fuß. So wie Herbert Schneider aus der Blumenstraße. "Super, dass wir hier endlich Einkaufsmöglichkeiten haben", sagt der alteingesessene Stefenshovener bei der Mobilen Redaktion der Rheinischen Post. "Und dazu noch ein China-Restaurant."

Die Runde am RP-Stehtisch vor dem Rewe-Supermarkt stimmt ihm zu. "Das ist wirklich eine Bereicherung für alle Wohngebiete ringsum", bekräftigt Friedhelm Beseke und erinnert an die lange Diskussions- und Planungsphase für dieses 16 Hektar große Gebiet. "Es ist auch gut, dass viele neue Wohnhäuser für junge Familien gebaut worden sind", betont Schneider. Günter Richarz und Dieter Prescher stimmen ihm zu. Allerdings ärgert sich der seit Jahrzehnten an der Brandsackerstraße wohnende Prescher, dass ein neuer Garagenhof nebenan nicht von einem Zaum umgeben ist, weil spielende Kinder auf sein deutlich tiefer liegendes Grundstück fallen und sich verletzen könnten. Und richtig verärgert ist Prescher über das Ansinnen der Baufirma dieser Reihenhäuser, dass er einen 70 Jahre alten Lärchenbaum auf seinem Grundstück entfernen lassen sollte.

Die Pluspunkte des neuen Viertels wiegen nach Schneiders Worten den Wegfall der großen Wiesenflächen vor dem eigenen Wohnhaus auf. Durch den Bau der beiden neuen Kreisverkehre sei die Blumenstraße weniger stark befahren als zuvor, weil Kunden des Gartencenters Berghausener Blumentopf nun eine andere Route wählten. "Allerdings", wendet sein Nachbar Günter Halm ein, "ist auf der Blumenstraße jetzt eine durch Halteverbotsschilder erweiterte Abladezone für das Gartencenter entstanden. Das belästigt uns Anwohner und muss sich ändern! Für den Lieferverkehr wurden schließlich die neuen Straßen gebaut." Margret Schirrmacher, die an der Düsseldorfer Straße direkt am großen Kreisverkehr wohnt, beklagt im Vergleich zur vormaligen Kreuzung eine Lärmbelästigung. "Vor allem abends lassen viele Autofahrer ihren Motor aufheulen, um den Wagen nach der Ausfahrt aus dem Kreisel zu beschleunigen."

Verkehrsprobleme an anderer Stelle in Berghausen beklagt Friedhelm Beseke, der an der Treibstraße wohnt. "Das ist die reinste Rennstrecke. Vor allem Mütter, die morgens ihre Kinder zur Paulusschule oder zum Kindergarten bringen, fallen mir immer wieder als Raser auf." Auch viele Besucher des Gottesdiensts in der Kirche St. Paulus fahren nach Besekes Eindruck mit deutlich überhöhtem Tempo durch die Treibstraße. "Raser sind auch in Alt-Berghausen ein Problem. Auf der Baumberger Straße fahren manche ohne Rücksicht auf Verluste."

Die neu nach Berghausen ziehenden Familien will Ulrike Perk als ehrenamtliche Mitarbeiterin der katholischen öffentlichen Bücherei St. Paulus auf deren Angebote und Veranstaltungen wie etwa Büchertrödel hinweisen. "Die Bücherei wird jetzt renoviert und ist deswegen vom 21. bis 26. November geschlossen, danach aber noch schöner." Als Stefenshovenerin freut sich Perk über das neue Ladenzentrum. Ganz wichtig sei indes der beschlossene Bau des sechsgruppigen Kindergartens ab dem Frühjahr. "Viele Berufstätige in Berghausen haben Probleme, einen Betreuungsplatz für ihre Kinder zu finden. Das höre ich immer wieder."

Quelle: RP
 
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