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Langenfeld
Berghausener räumen ihr Dorf auf

Langenfeld. 60 freiwillige Helfer kamen zum Dreck-Weg-Tag. Es waren viele Familien dabei. Von Isabell Klaas

Auch Charlotte (3) packt eifrig mit an und sammelt den Dreck anderer Leute ein. Mama Steffi Meckenberg legt Wert darauf, dass ihre Kinder schon früh lernen, nicht alles einfach auf die Straße zu werfen. Und deshalb hat sie auch noch die etwas älteren Kinder Paul und Hanna zum Dreck-Weg-Tag am Samstagmorgen in Berghausen mitgebracht. "Ja", sagt Gregor Heidkamp, Vorsitzender der Bercheser Kirmesjonge, die seit 20 Jahren die Säuberungsaktion im Frühjahr organisieren, "es sind tatsächlich wieder viele junge Familien mit ihren Kindern gekommen." Überhaupt sei es erstaunlich, dass zu Beginn der Osterferien doch so viele Sammler mitmachen. Fast 60 Leute zählte er. Und auch ganz frisch Zugezogene aus den neuen Reihenhäusern am Berghausener Blumentopf machen mit. "Eine ganze Häuserreihe ist komplett gekommen", sagt er erfreut.

Was die freiwilligen Berghausener zusammentragen, ist jedes Jahr wieder beachtlich. Radkappen, Autoreifen, Gartenmöbel, Zigarettenkippen und - besonders im Umland der "L'Osteria - " jede Menge Pizzakartons, Pappbecher, kleine Schnapsfläschchen, Bierflaschen und Schaustoffkissen, auf denen es sich wilde Grillfreunde bequem gemacht hatten", erzählt eine Sammlerin. Vieles, dessen Entsorgung Geld und Aufwand bedeuten würden, landet offenbar im Gelände.

Für den Dreck-Weg-Tag hat die Stadt wieder kostenlos Container, Handschuhe und Greifzangen zur Verfügung gestellt. Und, darüber freut sich Gregor Heidkamp für die Kinder ganz besonders, Miniatur-Mülltonnen gefüllt mit Leckereien für jeden jungen Teilnehmer.

Auch Claudia Westedt ist mit Sohn (5) und Tochter (8) im Einsatz gegen den Unrat. "Wir machen das zum vierten Mal. Schließlich wollen wir unser Dorf sauberhalten. Diese zwei Stunden sollte doch jeder übrig haben. Außerdem macht das hier riesig Spaß", sagt sie.

Besonders das Helfer-Buffet im SSV-Vereinsheim ist ein Highlight am Schluss der Aktion. Dafür haben Heidkamp und zwei Helfer 200 Brötchenhälften geschmiert.

Letztlich gab es noch einen Malwettbewerb zum Dreck-Weg-Tag der Kinder, bei dem drei erste Preise vergeben wurden. Das Vorschulkind Oliver Ginsel kam auf den ersten Platz mit einer ganz tollen Collage, auf die er sogar Müllschnipsel geklebt hatte, um zu zeigen, was achtlos in der Natur landet. Linus Basten (3) hatte bunte Männchen mit viel Unrat drum herum gemalt, und das Schulkind Nina Westedt hatte einen ganz wunderbaren Straßenzug gezeichnet, in dem ganz viele Menschen mit Greifzangen für Ordnung sorgen.

"Ein bisschen hat unsere Aktion auch symbolischen Charakter und steht für Umweltschutz und eine schöne Dorfgemeinschaft", sagt Heidkamp.

Quelle: RP
 
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