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Berliner Platz - ganz ohne Problembär?

Langenfeld. Drei Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer hatte Herbert Holewa 1964 als Mahn- und Solidaritätszeichen eine Bronzeskulptur geschaffen. Der eingegitterte Bär auf dem Berliner Platz steht jetzt unter Denkmalschutz.

Langenfeld hat jetzt ein Denkmal mehr: das 1964 von Herbert Holewa geschaffene Kunstwerk auf dem Berliner Platz, das als Mahnzeichen gegen den 1961 erfolgten Mauerbau und die Teilung Deutschlands einen eingegitterten Bären zeigt. Auf eine Initiative des Landschaftsverbands Rheinland hin ist wie ähnliche Solidaritätsskulpturen andernorts auch die Langenfelder Version unter Schutz gestellt worden. Lange nach Mauerfall und Wiedervereinigung soll die Erinnerung an die unselige Teilung aufrechterhalten werden.

Im Planungsausschuss am Donnerstagabend hatte kein Stadtpolitiker Grundsätzliches dagegen einzuwenden. Eine Gegenposition wäre aber ohnehin hinfällig gewesen. Denn die laut Tagesordnung den Politikern angediente "Beschlussfassung" hatte sich aufgrund der amtlich festgestellten Denkmalwürdigkeit erübrigt. Diskussionsstoff gab es dennoch - zum Beispiel über den "belehrenden und bevormundenden Ton des LVR an die Langenfelder" (Hanna Paulsen-Ohme, FDP). Bürger und Stadt seien sich der Bedeutung der Plastik sehr wohl bewusst. Sprecher anderer Parteien interessierten sich stärker für den Aspekt, inwieweit neben der Bronzeskulptur selber auch deren heutiger Standort in der Denkmalliste exakt festgeschrieben ist. Nach Auskunft von Stadtplaner Stephan Anhalt sollte es möglich sein, den Standort gegebenenfalls auf dem Berliner Platz leicht zu versetzen. So sollte es auch sein! Nicht, dass sich der Bär etwa im Falle einer Neugestaltung mit Kreisverkehr irgendwann mal als Problembär erweist.

Quelle: RP
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