| 00.00 Uhr

Monheim
Besuch in Partnerstadt lohnt sich doppelt

Monheim. Auch Erwachsene können nun Zuschüsse für Fahrten erhalten. Gastgebende Vereine freuen sich. Von D. Schmidt-Elmendorff

Künftig will die Stadt Monheim nicht nur internationale Begegnungen von Schülern und der Jugend im Rahmen der sechs Städtepartnerschaften finanziell fördern, sondern auch die Fahrten von Erwachsenen. Außerdem sollen auch die Gegenbesuche aus den Partnerstädten bezuschusst werden. Während diese Zuschüsse bisher von der Stiftung Monheim der Stadtsparkasse Düsseldorf gewährt wurden (jährlich 10.000 bis 15.000 Euro), soll dies dann aus städtischen Mitteln geschehen. Dafür wurden für 2016 insgesamt 50.000 Euro im Haushaltsplan eingestellt. "Die Zinserträge der Stiftung gehen stark zurück, außerdem will die Stiftung sich mehr auf die Bereiche Soziales und Jugend, Sport und Kultur verlegen", sagt Guido Krämer vom Bereich Finanzen.

Gemäß den neuen Richtlinien werden Gruppenfahrten ab sieben Personen gesponsort, die zu mindestens 85 Prozent aus Monheimer Bürgern bestehen. Wer nur touristische Zwecke verfolgt, wird nicht unterstützt, im Vordergrund muss die Begegnung bzw die Vertiefung der partnerschaftlichen Beziehungen stehen. Insgesamt beträgt der Zuschuss pauschal 7,50 Euro pro Tag und Teilnehmer, bei Schülerbegegnungen verdoppelt er sich. Neu ist, dass die Gruppen ihre Anträge spätestens sechs Wochen vor dem geplanten Austausch stellen können, bisher musste das am 30. September eines jeden Jahres erfolgen. Das hat sich in der Praxis als unzweckmäßig erwiesen, weil die Einladungen aus den Partnerstädten meist im Lauf des Jahres eintrudeln.

Für den Freundeskreis Bourg-la-Reine bedeutet die neue Regelung eine echte Entlastung der Vereinskasse. Bisher werden die reinen Fahrtkosten auf die Mitfahrer umgelegt, und ein Teil aus der Vereinskasse zugeschossen, sagt Vorsitzender Dr. Ulrich Steffen. Zusätzlich erhält der gastgebende Verein ein Gastgeld von 20 Euro pro Person und Tag, um Kost und Logis sowie Eintrittsgelder finanzieren zu können. Das gilt wechselseitig. Dem Freundeskreis gehören 80 Monheimer an.

Für Juli plant der Freundeskreis Malbork seinen dritten Besuch in der polnischen Partnerstadt, der aber in eine größere Polenreise eingebettet sein wird. "Malbork ist 1000 Kilometer entfernt, deshalb fahren wir über Bautzen, Breslau und Krakau dorthin", sagt Vorsitzende Margret Jenniches. Die Fahrtkosten und die Unterkunft in Malborg finanzieren die ca 33 Teilnehmer aus der Vereinskasse und über Sponsoren. Der polnische Partner, die "Universität der dritten Generation", organisiert dann Ausflüge, Besichtigungen und gemeinsame Essen. Das neue Zuschusswesen werde vor allem für die polnischen Besucher ein Segen sein. Man versuche sie schon jetzt zu entlasten, in dem man die Hälfte der Unterbringungskosten trage, so Jenniches.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Monheim: Besuch in Partnerstadt lohnt sich doppelt


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.