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Langenfeld/Monheim
Betriebshof ist für Eis und Schnee gerüstet

Langenfeld/Monheim: Betriebshof ist für Eis und Schnee gerüstet
In den letzten beiden Wintern wurden die Salzlager in Langenfeld kaum angetastet. Betriebshofchef Steinbacher weiß sich also gut gerüstet. FOTO: MATZERATH
Langenfeld/Monheim. Rund tausend Tonnen Streusalz lagern in Langenfeld, in Monheim sind knapp 800 abrufbar. Die Polizei des Kreises Mettmann erklärt, wie das eigene Auto frost- und schneesicher gemacht wird. Von Heike Schoog

Noch bis gestern hatten die Mitarbeiter des Langenfelder Betriebshof Bereitschaft. In Monheim dauert sie sogar bis Freitag. Dann kehren die Mitarbeiter wieder in den normalen Modus zurück. "Angesichts der widersprüchlichen Wetterprognosen haben wird zur Sicherheit die Bereitschaft ausgerufen", sagt Langenfelds Betriebshofleiter Bastian Steinbacher. Aber der befürchtete Kälteeinbruch bis minus zwei Grad sei ausgeblieben.

Auch für die nächsten Wochen rechnet er nicht mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Trotz wenig eindeutiger Prognosen - sie reichen von "es bleibt warm" und "es wird wechselhaft", je nachdem ob kontinentaler oder atlantischer Einfluss sich dursetzen wird - bleibe man aber wachsam. "Wir können sofort ausrücken. Unsere Lkw sind schon mit Streugeräten ausgerüstet und mit Salz beladen", sagt Steinbacher. 15 Mitarbeiter stünden dann sofort bereit. Weitere 60 könnten hinzugenommen werden, um im Bedarfsfall zu streuen.

Zwei große Lkw, ein Unimog und vier kleinere Kipplaster sowie zwei Traktoren und ein Mulit-Car plus Kleingeräte wie Schneefräse und Kehrbesen (mit Motor) gehören zum Fuhrpark. Über Salzvorräte macht sich Steinbacher keine Sorgen. Rund tausend Tonnen lagert die Stadt - noch von den vergangenen milden Wintern.

Auch Oliver Pelke, Betriebsleiter in Monheim, wird die Rufbereitschaft wieder aufheben. "Wir wechseln freitags", sagt er. Allerdings werden immer fünf Mitarbeiter zur Verfügung stehen, die im Bedarfsfall die großen Maschinen steuern können, um Straßen von Eis und Schnee zu befreien. Um 100 Kilometer Straße kümmert sich Pelke. "Da sind wir schnell von Nord- bis Süd-Monheim einmal durch." Zwischen 250 und 300 Tonnen Streusalz lagert die Stadt Monheim vor Ort, 500 Tonnen sind extern deponiert.

Kommt der Winter oder kommt er nicht? Diese Frage stellt sich auch die Polizei. Sie gibt vorsorglich Tipps, um für unerwartet auftretende Frosteinbrüche gerüstet zu sein, damit Verkehrsteilnehmer Gefahren vermeiden können. Dazu gehören zum Beispiel die richtigen Reifen. "Autofahrer müssen im Winter für eine vorschriftsmäßige, sichere Bereifung sorgen", so die Polizei. Dies diene nicht nur der eigenen, sondern ganz allgemein der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Wer mit der Umrüstung seines Fahrzeugs auf Winterreifen bis zum ersten Schneefall warte, sei schlecht beraten. Wichtig sei auch eine funktionierende Beleuchtung und richtig eingestellte Scheinwerfer. Daher werde die Beleuchtung bei jeder Hauptuntersuchung geprüft. Eiskratzer und Handbesen gehören laut Polizei zur Standard-Ausrüstung im Winter, um das Auto von Schnee und Eis zu befreien. Die gesamte Frontscheibe müsse frei sein. Wichtig in der Winterzeit ist auch der richtige Frostschutzanteil in allen Betriebsflüssigkeiten. Neben dem Ölstand sollten in dieser Jahreszeit vor allem das Wasser für die Scheibenwaschanlage sowie das Kühlwasser regelmäßig kontrolliert und frostsicher gemacht werden. Geschwindigkeit und Abstand sollten an die Wetterlage angepasst sein.

Quelle: RP
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