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Langenfeld
BGL fordert: Mehr tun gegen Schmierer

Langenfeld: BGL fordert: Mehr tun gegen Schmierer
So wie hier an der Opladener Straße in Reusrath sind viele Langenfelder Wände durch Farbschmierereien verunstaltet. FOTO: Stephan Meisel
Langenfeld. Illegale Farbschmierereien auf Hausfassaden und im öffentlichen Raum machen Tobias Müller zornig. "In Reusrath nehmen sie seit einiger Zeit ein unerträgliches Ausmaß an", sagt der Inhaber der Metzgerei an der Opladener Straße. Mit diesem Ärger steht Müller nicht alleine da. Von Stephan Meisel

Gemeinsam mit weiteren Geschäftsleuten und Vereinsvertretern aus dem Ortsteil hat er eine Belohnung von bis zu 1000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die der Polizei bei der Ermittlung von sprühenden Übeltätern helfen. Für die BGL-Fraktion brachte Ratsherr Gerold Wenzens das Thema jetzt im Ordnungsausschuss zur Sprache, forderte ein städtisches Konzept gegen Schmierereien.

"Die meist jugendlichen Sprayer sind sich über die rechtlichen und finanziellen Konsequenzen oft nicht im Klaren", merkte Wenzens an. Doch handele es sich um Straftaten, zudem müssten ermittelte Verursacher Schadenersatz leisten. Dass das Beschmieren fremden Eigentums strafbar ist, sei "auch Jugendlichen durchaus klar", entgegnete die Erste Beigeordnete Marion Prell. Laut Ordnungsamtsleiter Christian Benzrath werden "selten, aber hin und wieder doch Graffiti-Sprayer ermittelt, die dann den angerichteten Schaden begleichen müssen". Es sei wichtig, Schäden anzuzeigen und Handwerkerrechnungen aufzuheben.

Metzger Müller hat nach eigenen Angaben seit letztem Jahr bereits elfmal Farbschmierereien an der Bushaltestelle neben seinem Laden entfernen lassen, an der seine Werbung angebracht hat und um die er sich nach einer Vereinbarung kümmert. "Das ist jeweils ein dreistelliger Betrag." Auf Hauseigentümer kämen bei der Beseitigung der Schäden oft enorme Kosten zu, betont BGL-Ratsherr Andreas Menzel. "Es ist ja nicht damit getan, nur den Schriftzug zu übermalen, sondern es muss dann oft die ganze Wand neu gestrichen werden."

Nach Benzraths Erkenntnis häufen sich bei den Schmierereien bestimmte Buchstabenkombinationen, darunter das gegen Polizisten gerichtete Kürzel ACAB. Rechtsextreme oder fremdenfeindliche Parolen lasse die Stadt möglichst umgehend entfernen. In solchen Fällen werde auch der Staatsschutz eingeschaltet, so Benzrath. "Das war bei den gerade in der Berghausener Unterführung an der Treibstraße entfernten Schriftzügen so."

Quelle: RP
 
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