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Langenfeld
BGL-Ratsherr geht nach Schwerin

Langenfeld: BGL-Ratsherr geht nach Schwerin
Uwe Reuker vor dem Schweriner Rathaus. FOTO: privat
Langenfeld. Uwe Reuker liebt das Kulturleben dort, die Ostsee und die frische Luft. Von Martin Mönikes

Viele Langenfelder fahren in den nächsten Wochen zum Urlaub ins schöne Mecklenburg-Vorpommern. Zwei davon bleiben sogar dauerhaft an der Ostseeküste. Uwe Reuker, "Frontmann" der BGL seit rund 20 Jahren, bezieht jetzt in Schwerin mit seiner Ehefrau Bettina eine schicke 150 Quadratmeter große Wohnung in der Altstadt. "Baujahr 1890, kernsaniert, hohe Räume, Doppelflügeltüren, ein uralter Traum", hört man dem 61-jährigen Fast-Rentner seine Vorfreude an. Bei der Hochzeit vor neun Jahren versprach er seiner Ehefrau: "Als Rentner ziehen wir in Dein geliebtes Münsterland." Nach einigen Ostsee-Urlauben stellten beide fest, dass es noch schönere Orte gibt, als zwischen Rhein und Weser.

Der umtriebige Lokalpolitiker Reuker bedauert, die vielen Menschen in Langenfeld zu verlassen, die er in 20 Jahren als "das bekannteste Gesicht der BGL" kennenlernen konnte. "Es dauert eine Stunde, mit Dir durch die Stadtgalerie zu gehen", beschreibt die Ehefrau seine Kontaktfreude. Dreimal Spitzenkandidat, die BGL-Ratssitze verdreifacht, "Parteipolitik wollte ich nicht (mehr)", erinnert sich der frühere SPD-Vorsitzende in Hürth-Gleuel an seine Beweggründe, nach einer mehrjährigen Politikpause in Langenfeld die junge BGL zunächst als sachkundiger Bürger zu unterstützen. Sein Schwerpunkt war die Kultur. Als Ausschussvorsitzender führte der Jurist die Kulturpolitiker zu den Sitzungen in die verschiedenen kulturellen Institutionen, hinter die Kulissen, um Entscheidungen gründlich vorzubereiten.

Auch der Kultur wegen war Schwerin ein Thema. An Reukers Pinnwand in Richrath hängen schon die Eintrittskarten für die "Meckproms am 26. Juli" im Schlosspark Ludwigslust. Er schwärmt von der 90 000 Einwohnerstadt mit ihrer Residenz, Kultur- und Einkaufsmöglichkeiten, der Landschaft, der Ostseenähe und vor allem vom Klima ("frische Ostseeluft statt warmer Rheinschiene"). Mit dem Packen begann er vor vier Wochen, "Sperrmüll" war schon zweimal, und jetzt folgen er und seine Bettina dem Möbelwagen. Umzüge schrecken Reuker erkennbar nicht. "Wenn man auf Menschen zugehen kann, kommt man überall zurecht", lautet seine Erkenntnis. Außerdem, "die Mecklenburger sind überhaupt nicht stur, außerdem gibt es auch dort inzwischen eine bunte Volksmischung".

Quelle: RP
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