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Monheim
Böötchen befördert jetzt mehr Passagiere

Monheim: Böötchen befördert jetzt mehr Passagiere
Das Piwipper Böötchen kann jetzt mehr Leute mitnehmen. FOTO: Matzerath, Ralph
Monheim. Mit einem zufriedenen Nicken nimmt Wolfgang Hoffmann die langersehnte Urkunde entgegen. Das gerahmte Dokument der Schiffsuntersuchungskommission in Mainz erlaubt dem Kapitän des Piwipper Böötchens den Transport von bis zu 25 Personen. Von Dorian Audersch

Bis jetzt konnten immer nur zwölf Passagiere gleichzeitig die kleine Fähre zwischen Monheim und Dormagen nutzen. Die Verdoppelung kommt gerade recht zum Saisonstart – auch wenn frühlingshafte Temperaturen immer noch auf sich warten lassen.

Eisiger Wind weht den rund 30 Zuschauern um die Nasen, die bei der Aushändigung der Urkunde durch Heiner Müller-Krumbhaar, Vorsitzender des Vereins Piwipper Böötchen, am Monheimer Rheinufer stehen. Einige warten auf die nächste Überfahrt.

Hinzu kommen Vertreter aus beiden Städten, Landrat Thomas Hendele und Guido Schenk von der Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen. "Für die Fahrgäste ist die Erhöhung der Kapazität ein riesiger Vorteil", meint Müller-Krunbhaar. "Im vorigen Jahr haben sich teilweise lange Schlangen an der Ablegestelle gebildet. Diese Situation ist nun entschärft."

Zudem sei die genehmigte Aufstockung wichtig, um die knappe Kosten-Nutzen-Kalkulation für den Fährbetrieb freundlicher zu gestalten. Hendele hält die Erweiterung sogar für einen "kleinen Segen".

Aus Sicht des Landrats biete das Böötchen eine wichtige touristische Verbindung zwischen dem Kreis Mettmann und dem Rhein-Kreis Neuss. "Das nächste Projekt ist ein richtiger Anleger, wie es ihn auf Dormagener Seite gibt", unterstreicht Hendele. Beim "Ausbau" der Fährverbindung sei die Erlaubnis, bis zu 25 Passagiere zu transportieren, ein wichtiger Schritt.

"Trott der winterlichen Temperaturen sind die ersten beiden Wochenenden der neuen Böötchen-Saison nicht schlecht gelaufen", sagt Müller-Krumbhaar, der am Samstag eine weitere Neuerung vorstellte: eine halbautomatische Hilfe beim Anlegen, die den Kapitän deutlich entlastet. "Jetzt werden die langen Schlangen kürzer. Die Einnahmen steigen dadurch automatisch."

Der einzige Nachteil sei, dass nicht auch 25 Fahrräder auf dem kleinen Schiff Platz haben: "Die Sicherheit geht auf jeden Fall vor", betont der Vorsitzende. "In den kommenden Wochen werden wir sehen, wie sich das in der Praxis einspielt."

(RP/top/ila)
 
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