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Monheim
Brauer Ritter verlässt die neue Biermanufactur

Monheim. Kaum ein Jahr, dass in der Monheimer Altstadt die Biermanufactur eröffnet hat, verliert sie ihren Motor und Macher: Dieter Ritter steigt aus - zum Ende des Monats, wie er gestern verkündete. Zu den Gründen sagt er nur, dass die Art der Unternehmensführung nicht zusammenpasse. Mehr wollten nach seinen Angaben auch die anderen drei Gesellschafter nicht dazu sagen. Er selbst, der die Biermanufactur im Haupterwerb betreibt, begibt sich damit zunächst in die berufliche Ungewissheit.

Seine bisherigen Geschäftspartner werden jetzt nach jemandem suchen müssen, der das Brauen übernimmt. "Ich glaube nicht, dass es ein Problem sein wird, die Stelle neu zu besetzen. Denn für jemanden, der Erfahrungen sammeln will, bevor er in einer Großbrauerei mit ihren computergestützten voll-mechanisierten Abläufen nur noch Knöpfe drücken kann, ist so eine Hausbrauerei sehr spannend. Hier muss man noch jedes Ventil, jeden Wechsel selber bewegen - echtes Handwerk eben", so der 50-Jährige.

Nachdem sich Ritter mit der Eröffnung der Biermanufactur Ende August einen Lebenstraum erfüllt hatte, dauerte es noch vier Monate, bis das nach eigenem Rezept konzipierte Bier auch an der Turmstraße gebraut werden konnte. Inzwischen hat Ritter auch den Mietvertrag für die Räume des ehemaligen Schlagercafés unterschrieben, die in der Biermanufactur für geschlossene Gesellschaften genutzt werden sollen. Der Durchbruch sei bereits erfolgt, so Ritter. Er ist zuversichtlich, dass die Gäste auch künftig "den gewohnten Service und die gewohnte Bierqualität" genießen können.

(elm)
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