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Mobile Redaktion
Bürger beklagen mangelnde Grünpflege

Mobile Redaktion: Bürger beklagen mangelnde Grünpflege
Am Stand der Mobilen Redaktion in Baumberg gibt Romuald Weinert dem Gefühl Ausdruck, dass Baumberg im Vergleich zu Monheim benachteiligt werde. RP-Redakteurin Dorothee Schmidt-Elmendorff nimmt die Kritik auf. FOTO: Ralph matzerath
Langenfeld. Bei der Mobilen Redaktion wurden unzureichende Grünpflege und der Standort des Bürgerbüros thematisiert. Von D. Schmidt-Elmendorff

Baumberg Geradezu identitäts- und solidaritätsstiftend ist in Baumberg die Einschätzung, dass die Stadt Monheim diesen Stadtteil vernachlässigt, ihn am neuen Geldsegen kaum teilhaben lässt. Dies kam auch bei der Mobilen Redaktion der Rheinischen Post zum Ausdruck. Viele der in den 70er Jahren gebauten Wege und Anlagen bedürften dringend der Sanierung, aber es geschehe nichts, meint etwa Romuald Weinert. "Alles ist kaputt und verwildert", sagt er und nimmt dabei vor allem die Anlage zwischen der Ladenpassage Holzweg und der Fontanestraße in den Fokus. Die großen Bäume zerstörten Pflaster und Kanalisation und in den vergangenen Wochen sei nicht einmal das massenhaft anfallende Laub beseitigt worden. "Da sieht's übel aus. Die Anwohner haben die Blätter selbst zusammengekehrt, um wenigstens den Weg frei zu halten", bestätigt Hans-Peter Unterbösch. Die Gullis seien permanent verstopft, bei Regen sei der Weg daher regelmäßig überschwemmt.

Überhaupt ärgert die Baumberger, dass die Stadt bei ihren Sanierungsplänen nur die großen Straßen im Blick habe. "Der Garather Weg wurde nach seiner Sanierung gleich noch zweimal aufgerissen", beklagt Weinert. "Aber in den hinteren Ecken und Seitenstraßen wird nichts gemacht." In der Einfamilienhaussiedlung an der Fontanestraße etwa müsste der Zuweg einmal heutigen Standards angepasst werden, er sei viel zu schmal konzipiert, ist daher für Feuerwehrfahrzeuge oder Krankenwagen nicht befahrbar. Manfred Gallbronner ist gekommen, um sich eher über den Aktionismus der Stadt zu beklagen. Anhand von Handyaufnahmen zeigt er, welche fragwürdige Anordnung von Parkplätzen die Stadt auf dem Birkenweg vorgenommen hat. "Direkt in der Einmündung des Ginsterweges oder kurz vor der Einmündung in die Straße Am Sportplatz, so dass man als Autofahrer zum Abbiegen auf die linke Straßenseite ausweichen muss." Herula Hoffmann begrüßt zwar, dass die Stadt in Baumberg ein Bürgerbüro eingerichtet hat, aber sie findet den Standort in der Raiffeisenbank an der Hauptstraße ungünstig - gerade für alte Leute. "Die müssen dafür in den Bus steigen, dann können sie gleich bis Monheim weiterfahren", sagt die lauffreudige Seniorin. "Im Einkaufszentrum gibt es genügend verfügbare Ladenlokale, die besser geeignet gewesen wären", findet eine 69-jährige Baumbergerin, die in dem Komplex wohnt. Sie vermisst in Baumberg VHS-Kurse, die fänden ja ausschließlich im Berliner Viertel statt. Auch bemängelt sie, dass in den Tempo-30-Zonen Holzweg/Scholl-Straße zu schnell gefahren werde, so dass der Verkehrslärm deutlich gestiegen sei. Das Einkaufszentrum ist in der Diskussion vor allem mit negativen Stichworten behaftet. "Traurig". "Tot". "Eine Katastrophe", sagt Wolfgang Heimann, der den schleichenden Niedergang beobachtet. Was vor allem fehle, sei ein Drogeriemarkt. Viele sorgen sich angesichts der Fusionspläne auch um den Kaiser's Markt. Zudem fürchtet Heimann, dass sich das Neubauviertel Waldbeerenberg negativ auf die Verkehrssituation auf der Geschwister-Scholl-Straße auswirken könnte.

Quelle: RP
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