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Monheim
Bürger-Ideen zu Baugebieten gesucht

Monheim. Im April beginnen die Gutachterverfahren für zwei ab Sommer 2017 ungenutzte Schulgelände. Von D. Schmidt-Elmendorff

Im Sommer 2017 stellen die Anton-Schwarz-Schule in Monheim und die Leo-Lionni- und die Paul-Maar-Schule in Baumberg ihren Betrieb ein. Die beiden Schulareale an der Grunewaldstraße und der Geschwister-Scholl-Straße sollen überbaut werden, um den Druck auf dem Wohnungsmarkt abzufedern. Am 20. April,18 Uhr, findet im VHS-Saal die Auftaktveranstaltung für das Gutachterverfahren "Unter den Linden" statt. "In dem Quartier wollen wir durch anspruchsvollere Architektur ein differenzierteres Wohnangebot schaffen und somit eine Imageaufwertung für das Berliner Viertel bewirken", sagt Stadtplaner Robert Ullrich.

Nachdem auch die LEG jetzt eine energetische Sanierung ihres Bestandes angehen wolle, werde man für das neue Quartier hohe ökologische Standards festlegen. Unter dem Leitthema "Linden" sollen die vorhandenen Grünzüge aufgenommen und bis zur Bürgerwiese fortgesetzt werden. Da im Berliner Viertel Drei-Raum-Wohnungen dominieren, soll das neue Quartiere auch größere Wohnungen für junge Familien und kleinere Einheiten für Paare bieten. Insgesamt, so Ullrich, könnten auf den 2,2 Hektar 150 bis 250 Wohnungen entstehen. Am 20. April sollen die drei für den Wettbewerb ausgewählten Büros - Cityförster (Hannover), Fischer Architekten (Köln) und HMW (Köln) - ihre ersten Ideen vorstellen. Letztere hatten das Gutachterverfahren Krischerstraße gewonnen.

Mit dem "Sophie-Scholl-Quartier" nimmt die Stadt nicht nur die eingeführte Straßenbezeichnung auf, sie kommt damit auch ihrer von der Gleichstellungsbeauftragten angemahnten Selbstverpflichtung nach, mehr Straßen nach Frauen zu benennen. Am 21. April, 18.30 Uhr, werden die drei Büros - Schüler (Düsseldorf), Ortner und Ortner (Köln) und Luczak (Köln) - interessierten Bürgern im Bürgerhaus ihre ersten Ideen zu dem neuen Quartier in Baumberg präsentieren. "Wir wollen hier an diesem integrierten Standort sowohl architektonische Qualität als auch Dichte realisieren", so Ullrich. Da die umgebende Bebauung eine sehr unterschiedliche Geschossigkeit aufweise, könnten auch die neuen Gebäude in der Höhe stark variieren: Drei bis sechs Geschosse lautet die Vorgabe. Ein nicht näher festgelegter Anteil der Wohnungen soll auch für Haushalte mit niedrigem Einkommen bezahlbar sein. Der sich bis zur Fontanestraße erstreckende Grünzug soll im Baugebiet fortgesetzt werden und dort rund 3000 bis 4500 Quadratmeter einnehmen. Sporthalle und Kita bleiben bestehen.

Für beide Wohnquartiere soll verbindlich festgeschrieben werden, dass für jeden Haushalt neben einem Stellplatz auch ein Fahrradabstellplatz eingeplant wird.

Quelle: RP
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