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Langenfeld
Café im Freizeitpark hat neuen Pächter

Langenfeld: Café im Freizeitpark hat neuen Pächter
Dino Engelhardt schätzt guten Kaffee und bietet ihn - mit einer hochwertigen Siebträgermaschine zubereitet - in seinem neu eröffneten Café im Langforter Park an. FOTO: RALPH MATZERATH,
Langenfeld. Dino Engelhardt bietet drinnen und auf der Terrasse täglich ab 10 Uhr Kaffee, Tee, Waffeln und belegte Panini an. Von Petra Czyperek

Hinter Dino Engelhardt liegen anstrengende und arbeitsintensive fünf Wochen, doch gestern war der Stress schon fast wieder vergessen. Bei der Neueröffnung seines Cafés im Park blitzten seine grau-blauen Augen fröhlich und unternehmungslustig: "Ich habe den schönsten Arbeitsplatz in Langenfeld", schwärmt der neue Inhaber. Im Freizeitpark hat sich der 36-Jährige seinen "Traum erfüllt", wie er bekundet. "Ich arbeite gerne mit Menschen zusammen und möchte, dass sich meine Gäste bei mir wohlfühlen." Der in Schwedenrot neu strukturierte Raum und die gemütlichen Sitzelemente draußen sorgen für ein behagliches Ambiente. Zuvor ließ er die alten Bänke herausnehmen und entsorgte insgesamt 40 Kubikmeter Müll in fünf Containern.

Dino Engelhardt war früher selber häufig Gast in dem kleinen Lokal. Und als es im Oktober 2014 zu machte, reifte nach und nach der Entschluss, es dort selber als Pächter zu versuchen. Der gebürtige Langenfelder, der jetzt in Baumberg lebt, reichte bei der Stadtverwaltung sein Konzept ein und bekam unter insgesamt sechs Bewerbern den Zuschlag. Dabei hat der Absolvent der Bettine-von-Arnim-Gesamtschule und studierte Sprachwissenschaftler (Köln) bisher wenig Erfahrungen in der Gastronomie. Nach der Uni arbeitete er zunächst als Kommunikationstrainer, dann rund sechs Monate im Einkauf eines großen Caterers. "Die Jobs waren gut bezahlt, die Kollegen nett", sagt der neue Inhaber: "Aber ich wollte meinen Traum nicht verpassen. Selbst wenn ich das Café vor die Wand fahren sollte, habe ich es wenigsten versucht", stellt er unumwunden fest.

Doch mit seinen qualitativ hochwertigen Speisen und Getränken soll das nicht passieren. Schon der Kreideschriftzug auf der Tafel über der Theke signalisiert: "Das Leben ist zu kurz für schlechten Kaffee." Deshalb arbeitet er mit einer Privatrösterei aus dem Frankfurter Raum zusammen und bereitet die gelieferten Bohnen mit einer Siebträgermaschine zu. Bei den anderen Produkten setzt er auf regionale Anbieter: Tee (nur lose) bezieht er von Teespresso (Schoppengasse), der Wein kommt aus dem Weinhaus am Markt, frische Minze kauft er im Bioladen Rheinkiesel (Solinger Straße). Außerdem kooperiert er mit einem Richrather Getränkelieferanten und dem Berghausener Blumentopf. Neben Waffeln und Apfelstrudel stehen auch Eis und belegte Panini auf der Speisekarte. "Ist echt schön geworden", lobt Neska Limani. Die 18-Jährige hat im früheren Café Ey gearbeitet und schaute zur Eröffnung herein. Sie freut sich, dass es jetzt wieder eine gastronomische Anlaufstelle im Freizeitpark gibt.

Im Winter möchte Engelhardt in seinem ganzjährig geöffneten Café Lesungen und Poetry-Slams anbieten sowie Quizabende veranstalten. Sein Schwager, der hauptberuflich als Versicherungskaufmann arbeitet und gerade an einem Kochbuch schreibt, könne prima den Auftakt machen, denkt er laut nach.

Quelle: RP
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