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Monheim
CDU hält geplante Stadthalle für eine Nummer zu groß

Monheim. Der Haupt- und Finanzausschuss hat sich mehrheitlich für die Umgestaltung der alten Fassabfüllanlage zur Veranstaltungshalle sowie der Gründung der Gesellschaft "Kulturwerke" ausgesprochen. Die CDU stimmte gegen die Halle. "Das ist uns zu groß", sagt Markus Gronauer. "Wir möchten eine Stadthalle für die Monheimer und nicht für die ganze Region", sagt der Fraktionssprecher im Ausschuss. Er könnte sich vorstellen, in den alten Fabrikhallen an der Rheinpromenade auch eine Großküche einzurichten, die dann Schulen und Kindertagesstätten versorgen könnte.

Der Gründung der Gesellschaft "Kulturwerke", die die Arbeit des Vereins Marke Monheim professionalisieren soll, stimmte Gronauer hingegen zu. "Das wäre auch bei einer Kapazität von 1000 Besuchern sinnvoll", begründete er.

Manfred Poell von den Grünen kritisierte, dass die Planungen zur Halle nicht weiter fortgeschritten sind. "Diesen Kenntnisstand hatten wir bereits vor einem Jahr", so Poell. Er sehe deshalb keine Grundlage, der Umnutzung zuzustimmen.

Bürgermeister Daniel Zimmermann räumte ein: "Wir haben die Vorlage jetzt vorgestellt, weil wir mit den Kulturwerken im Herbst in die Saison starten wollen." Das benötige einen gewissen Vorlauf. Es hätte keinen Sinn gemacht, die eine ohne die andere Vorlage abstimmen zu lassen, zumal die Stelle des Geschäftsführers für die Kulturwerke ausgeschrieben werden müsse. Außerdem soll die Gesellschaft an der Ausgestaltung des Programms für die Halle mitarbeiten.

Für Alexander Schumacher geht der Umbau der Halle auch in der Größe in Ordnung. Er stellte die Frage, warum Marke Monheim trotz der Neugründung der "Kulturwerke" weiterbestehen soll.

"Damit könne das Vereinsvermögen gesichert und gegebenenfalls über die Gründung eines Fördervereins auch für Veranstaltungen in der Halle genutzt werden", begründete Zimmermann, der Vorstandsvorsitzender von Marke Monheim ist. Zu Fragen der Parkplatzsituation berichtete er, dass das geplante Parkhaus hinter der Monberg etwa 2000 Autos aufnehmen könne. "Das würde auch den Firmen im Rheinpark helfen, die diese Plätze tagsüber nutzen könnten."

Für die Gründung der Kulturwerke haben alle gestimmt, Manfred Poell von den Grünen hat sich enthalten. Für die Umnutzung der Stadthalle haben SPD, Peto, Linke und der Bürgermeister gestimmt. Mit "Nein" votierten Grüne und CDU. Die FDP hat sich enthalten.

Die Entscheidung fällt im Rat am 14. März.

(og)
 
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