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Monheim
CDU: Moschee-Diskussion trennen

Monheim. Vorschlag: Mit der DITIB soll die Stadt keine Verträge schließen. Die marokkanische Gemeinde soll das Grundstück kaufen dürfen.

Als "Hütchenspielertrick" stellt CDU-Fraktionschef Markus Gronauer jetzt das im Ausschuss für Generationen, Kultur und Soziales von Bürgermeister Daniel Zimmermann präsentierte Grundstück dar. Das ehemalige Freibadgelände hatte in der Prüfung potenzieller Standorte für die Ditib-Moschee mit am besten abgeschnitten. Weil der Bürgermeister aber sonst bei seinen Plänen blieb, die er schon vor der Sommerpause der Öffentlichkeit vorgestellt hatte, hält Gronauer dies für eine Finte. Die CDU bliebe bei ihrer Position: Es dürften weder Grundstücke verschenkt werden, noch Verträge mit dem Ditib-Bundesverband Köln gechlossen werden. Die CDU lehne nicht nur das Verschenken von Grundstücken, sondern auch das Schenken von Geld ab, damit Vereine Grundstücke erwerben können, sagt Gronauer.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende wirbt dafür, um die Diskussion auf eine sachliche Ebene zurückzuholen, die Debatte um die Moscheen der marokkanischen Gemeinde und der Ditib zunächst zu trennen. "Der Ditib-Bundesverband als verlängerter Arm Erdogans steht für uns zurzeit nicht als Vertragspartner zur Debatte.

Die Monheimer Ditib-Gemeinde ist mit ihren Planungen für ein neues Gemeindezentrum noch nicht so weit, dass sie überhaupt eine kurzfristige Entscheidung braucht. Sie kann in einigen Jahren einen neuen Anlauf nehmen", erklärt Markus Gronauer.

Positiv stellt der CDU-Fraktionschef das Vorgehen der marokkanischen Gemeinde heraus: "Die marokkanische Gemeinde ist in der Lage, den Moscheebau und das Grundstück grundsätzlich eigenständig zu finanzieren." Die CDU sei bereit, einem normalen Verkauf des Grundstücks an diese örtliche Gemeinde zuzustimmen. Wenn die marokkanische Gemeinde dann ein Betreiberkonzept vorlege, aus dem der Aufwand für integrative Einrichtungsanteile und Arbeit hervorgeht, sei seine Fraktion bereit, diese in einem Umfang zu fördern, der auch anderen Institutionen entspricht.

Bei der Grundstücksfrage zeigt sich die CDU kompromissbereit. "Eine Moschee auf dem Menk-Grundstück am Ortseingang halten wir zwar für nicht optimal, würden diesen Punkt aber gerne mit den Bürgern weiter diskutieren. Man wäre zu einem Kompromiss bereit."

(elm)
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