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Monheim
CDU: Zimmermanns PR-Apparat wird zu groß

Monheim: CDU: Zimmermanns PR-Apparat wird zu groß
FOTO: CDU
Monheim. Der Bürgermeister blähe das Personalvolumen an falschen Stellen auf, kritisiert die Ratsopposition.

Das Personal in der Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Monheimer Stadtverwaltung wurde erneut aufgestockt. Die CDU fragt nun, wie viel der Stadt eine gute Außendarstellung wert sein soll? So würden die städtische Homepage und auch die Facebook-Seite regelmäßig mit neuen Informationen gefüttert. Das Rathaus bemühe sich, die Bürger über die vielen Baumaßnahmen, Projekte und Veränderungen im Stadtgebiet auf dem Laufenden zu halten. "Transparenz ist für die Bürger heute wichtig", sagt Markus Gronauer. Dennoch erscheint dem CDU-Fraktionsvorsitzenden das Personal, das Bürgermeister Daniel Zimmermann (Peto) für Öffentlichkeitsarbeit vorhält, unverhältnismäßig.

So gingen diesem inzwischen vier Personen zur Hand. Zwei Pressesprecher, ein Stadtarchivar und seit dem 15. August eine weitere Journalistin, die Erfahrung als Lokalreporterin sammelte. Pikant findet Gronauer, dass die Frau Peto-Mitglied ist, früher Beisitzerin im Peto-Parteivorstand war und bei Kommunalwahlen für die Peto kandidierte. Auf der Peto-Homepage seien zahlreiche Beiträge und Fotos von ihr zu finden.

Gronauer hält diese Konstellation für denkbar unglücklich: "Der Bürgermeister beschäftigt inzwischen einen PR-Apparat, der ja nicht nur die Stadt, sondern auch ihn in der Öffentlichkeit gut aussehen lässt - finanziert von den Bürgern!" Der Oppositionsführer fragt sich, ob Zimmermann jetzt damit anfängt, "seinen ehemaligen Weggefährten Jobs im Rathaus zuzuschanzen".

Die Personalentwicklung der vergangenen Jahre sorgte zwischen der CDU und dem Bürgermeister immer wieder für Zündstoff. So bemängeln die Christdemokraten, dass die Personalaufwendungen seit dem Amtsantritt Zimmermanns von 17,87 Millionen Euro in 2010 auf 29,59 Millionen Euro in 2015 gestiegen sind. Im gleichen Zeitraum wuchs die Stellenzahl von 363 auf zuletzt 496 Beschäftigte an.

"Die Verwaltung ist in einigen Bereichen aufgebläht. In anderen Bereichen gibt es aber immer noch Personalengpässe. Citymarketing, Tourismusmanagement und die Fahrradbeauftragte entwickeln ständig neue Konzepte und Veranstaltungen, für deren Durchführung der Betriebshof und der Kommunale Ordnungsdienst in Anspruch genommen werden, die aber personell unterbesetzt sind. Ebenso wie das Bauamt, das mit der Planung und Aufsicht der zahlreichen Bauvorhaben kaum hinterherkommt, und das Rechnungsprüfungsamt, dem nach seiner Wiedereingliederung ebenfalls zu wenig Personal zugewiesen wurde." Am Ende könnte die Qualität auf der Strecke bleiben, befürchtet Gronauer.

(elm)
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