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Langenfeld
Chance für Halt des Regionalzugs RRX in Benrath

Langenfeld. Rhein-Ruhr-Express: Bundesverkehrsministerium stuft Regionalhalt als vordringliches Projekt ein; nicht in Langenfeld.

Es werden noch etwa zehn Jahre vergehen, bis der schnelle Regionalzug Rhein-Ruhr-Express (RRX) im Viertelstunden-Takt zwischen Dortmund und Köln ins Rollen kommt. Doch die Wege werden jetzt bereitet - auch auf Langenfelder Gebiet. Auf dem 3400 Meter langen Abschnitt zwischen Berghausen und Leverkusen-Rheindorf soll zu den drei vorhandenen Gleisen ein viertes verlegt werden. Ein eigener RRX-Haltepunkt in Langenfeld ist trotz zahlreicher Vorstöße in dem Milliardenprojekt nicht vorgesehen.

Wie berichtet ist jetzt immerhin die Wahrscheinlichkeit stark gewachsen, dass der RRX auf dem Abschnitt zwischen den Hauptbahnhöfen Düsseldorf und Köln nicht nur in Leverkusen-Mitte halten wird, sondern auch in Düsseldorf-Benrath. Das Bundesverkehrsministerium hat die entsprechenden Voraussetzung geschaffen.

Wie war die Ausgangslage? Das Verkehrsministerium hatte vor zwei Monaten einen Plan mit wichtigen Verkehrsprojekten veröffentlicht und den Projekten Dringlichkeitsstufen verpasst. In der Rangfolge dieser Stufen werden die Projekte umgesetzt. Der RRX als Ganzes erhielt die Einstufung "Vordringlicher Bedarf". Ob dies auch mit einem Regionalhalt in Benrath verbunden wird, war zu diesem Zeitpunkt offen. Das setzte voraus, dass die Nachfrage in Benrath geprüft wurde. Die Aufnahme des Haltes in Benrath würde Umbaukosten in Höhe von über 100 Millionen Euro mit sich bringen.

Was hat sich nun geändert? Das Ministerium hat einen neuen Entwurf seines Bundesverkehrswegeplans 2030 veröffentlicht. Darin steht auch der Halt in Benrath sowie ein Gleisausbau zwischen Reisholz und Benrath - versehen mit dem Prädikat "Vordringlicher Bedarf". Düsseldorfer Politiker in Bund, Land und Kommune hatten unter anderem aufgezeigt, wie sich die Bevölkerungszahlen im Düsseldorfer Süden entwickeln und welche Bedeutung der Halt auch für die Nachbarstädte hat. Ein Votum des Regionalrats unterstrich dies.

Was bedeutet "Vordringlicher Bedarf"? Die Projekte erhalten im Bundesverkehrswegeplan ihre Stufe abhängig von ihrem Kosten-Nutzen-Verhältnis, der verkehrlichen Bedeutung für eine Region und den damit verbundenen Umweltrisiken. "Vordringlicher Bedarf" ist dabei die höchste Stufe und geht einher mit der hohen Wahrscheinlichkeit, dass das Projekt Wirklichkeit wird - anders als zum Beispiel Projekte der Kategorie "Weiterer Bedarf". Eine Garantie gibt aber auch die Einstufung als "Vordringlicher Bedarf" nicht.

Wie geht es weiter? Der Entwurf für den Verkehrswegeplan 2030 geht jetzt in die Ressorts und soll dann vom Kabinett beschlossen werden. Der Bundestag wird bis Ende des Jahres die Ausbaugesetze für die Projekte beschließen. Diesen folgen Fünf-Jahres-Pläne für die Investitionen. Schließlich wird der Hauhaltsausschuss entscheiden.

(rö/hdf/mei)
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