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Zugabe Unser Senf Zum Wochenende
Clauser überrascht die Langenfelder CDU

Langenfeld. Von 2000 bis 2012 gehörte Hans-Dieter Clauser dem Landtag an, dann unterlag er Jens Geyer (SPD). Jetzt strebt der 66-Jährige die Kandidatur an. Und erstaunt seine Partei.

Hans-Dieter Clauser hatte es in einem Einladungsschreiben an die Presse spannend gemacht: Es sei nach seinem Empfinden in den letzten Wochen "viel darüber spekuliert worden", ob er bei der Landtagswahl im Mai 2017 als CDU-Kandidat im Wahlkreis 36 (Langenfeld, Monheim, Hilden) antreten wolle, ließ er wissen. "Nach reiflicher Abwägung habe ich nun eine persönliche Entscheidung getroffen." Was auf Verzicht hindeutete, war tatsächlich eine Bewerbung in eigener Sache: Als Anforderungsprofil für einen aussichtsreichen CDU-Kandidaten definierte der 66-Jährige, die Landespolitik vermitteln zu können, gut vernetzt und in der Vereinswelt verwurzelt zu sein und einen gewissen Bekanntheitsgrad zu haben. Und dieses Anforderungsprofil erfülle er selber bestens, befand Clauser in aller Bescheidenheit. Er sehe es auch nicht als Makel, dass er nach zwölf Jahren als Landtagsabgeordneter 2012 dieses Direktmandat an den Monheimer Jens Geyer (SPD) verloren hatte, schließlich habe er bei jener Wahl ein deutlich besseres Ergebnis eingefahren als die CDU insgesamt. Indem die Hildenerin Claudia Schlottmann (CDU) kürzlich in unserer Zeitung ihre eigene Kandidatur für den Nominierungsparteitag am 27. Oktober ankündigte, sei er in Zugzwang geraten, begründete der Langenfelder Clauser seinen Vorstoß zum jetzigen Zeitpunkt.

Bass erstaunt und wenig begeistert war Barbara Aßmann, als unsere Redaktion sie hierüber informierte. Die Vorsitzende der Langenfelder CDU befand, dass zu der von ihr als "Superkandidatin" bezeichneten Hildenerin Schlottmann kein Alternativbewerber aus Langenfeld nötig sei. Für Mitte September kündigte Aßmann eine CDU-Mitgliederversammlung an, in der gut einen Monat vor der Nominierung der Kandidaten für die Landtagswahl und die im September 2017 anstehende Bundestagswahl informiert werde. Über die Empfehlung des Stadtverbands an die Mitglieder darf man gespannt sein.

Quelle: RP
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