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Langenfeld/Monheim
Darum gibt es jetzt mehr Landeanflüge

Langenfeld/Monheim: Darum gibt es jetzt mehr Landeanflüge
Der Fluglärm über Langenfeld und Monheim häuft sich (Archivfoto). FOTO: Schulz, Volkmar
Langenfeld/Monheim. Niedrige Flugzeuge über Langenfeld und Monheim. Die gibt es immer wieder. Darüber, ob sie stören oder nicht, wird im Internet und auf der Straße in den betroffenen Vierteln im Langenfelder und Monheimer Süden immer wieder diskutiert. Von Sabine Schmitt

Die einen nervt der Lärm, der entsteht, wenn die Maschinen ihre Flughöhen ändern, Anfluggeschwindigkeiten variieren oder ihre Landeklappen setzen - auch weil sie dadurch aus dem Schlaf gerissen werden (siehe Info). Andere finden es schön, ein Flugzeug so nah am Himmel zu sehen oder haben Verständnis, weil sie selbst gerne mit dem Flieger in die Ferien fliegen. Fest steht jedenfalls: Die Wahrscheinlichkeit ist zurzeit statistisch gesehen höher, dass Maschinen über Langenfelds und Monheims Süden für die Landung in Köln/Bonn eindrehen. Das sind die Gründe.

Sperrung der Querwindbahn Wie Autostraßen müssen auch Start- und Landebahnen am Flughafen von Zeit zu Zeit saniert werden. Das passiert auch gerade in Köln-Bonn. Eine sogenannte 2459 Meter lange Querwindbahn ist deshalb laut Airport bis voraussichtlich März 2018 für den Flugbetrieb gesperrt. Da auch eine kleinere Parallelbahn wegen der Arbeiten geschlossen ist, wird der gesamte Flugbetrieb jetzt über die große Start- und Landebahn des Flughafens (Piste 14) abgewickelt, erklärt der Airport. Das wirkt sich auch statistisch aus. Für Langenfeld und Monheim bedeutet das potenziell mehr Flugverkehr, da ein Teil der Maschinen, die aus Norden kommen, zur Landung auf dieser Hauptbahn ihre Kurve über Langenfeld und Monheim fliegen.

Mehr Ferienflieger "Vor uns liegen die verkehrsreichsten Wochen des Jahres", sagte der Flughafenchef Michael Garvens zum Start der Sommerferien. In der schulfreien Zeit rechne der Airport Köln-Bonn dieses Jahr mit mehr als zwei Millionen Fluggästen. Das seien fast sieben Prozent mehr als in den Sommerferien des Vorjahres. Mehr als außerhalb der Ferien sind es sowieso. Für den 25. August rechnet der Flughafen mit einem neuen Rekord. Allein an diesem Tag sollen in Köln-Bonn etwa 48 000 Fluggäste starten oder landen. Bisher liegt der Rekord bei 47 052 Passagieren; aufgestellt am 9. Oktober 2016. In den Sommerferien 2017 finden laut Airport im Köln/Bonn durchschnittlich pro Tag 441 Flugbewegungen statt. Zum Vergleich: Im Jahr 2016 fanden pro Tag durchschnittlich 374 Flugbewegungen statt. Die Zahl der Überflüge über Monheim lasse sich daraus nicht ableiten.

Mal heiß, mal kühl, mal blauer Himmel, mal Platzregen - bisher war das Wetter in diesem Sommer durchwachsen. Auch das Wetter beziehungsweise die Windrichtung ist für den Flugverkehr relevant. Gestartet und gelandet wird, wenn möglich, immer gegen den Wind. Wind aus südlichen Richtungen bedeutet: Ein Teil des Flugverkehrs geht über Langenfeld und Monheim.

Da wegen der Sanierungen zurzeit die Querwindbahn gesperrt ist, läuft der Verkehr auch bei anderen Wind-Richtungen über die Hauptbahn (Piste 14); bei Wind aus Norden läuft der Landeanflug allerdings über die entgegengesetzte Richtung. Dann drehen die Flieger zum Beispiel über Königswinter, Bad Honnef oder bei Eitorf im Rhein-Sieg-Kreis ein.

Quelle: RP
 
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