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Monheim
Das Rathauscenter gehört jetzt der Stadt

Monheim: Das Rathauscenter gehört jetzt der Stadt
Der Flachbau des Rathauscenters soll völlig umgestaltet und aufgestockt werden. Durch die Durchlässe soll auch der Eierplatz gewinnen. FOTO: RALPH MATZERATH
Monheim. Der Vertrag über den 35-Millionen-Euro-Kauf ist unterschrieben. Frühestens 2019 geht es mit dem Umbau los. Von Petra Czyperek

Citymanagerin Isabel Port freut sich riesig: "Der Kaufvertrag für das Rathauscenter ist unterschrieben. Wir werden schon in den nächsten Tagen Eigentümer sein." Zusätzlich zu der Kaufsumme von 35 Millionen Euro will die Stadt weitere 15 Millionen Euro in die Umgestaltung der Flächen investieren. Zwei Durchgänge sollen den verwinkelten Bau außerdem durchlässiger machen und die Kunden vom Busbahnhof bis zum Eierplatz lenken. Mit der Vertragsunterzeichnung geht aber nicht nur der Gebäudekomplex in den Besitz der Gemeinde über, auch die Flächen an der Heinestraße und am Eierplatz gehören jetzt der Stadt.

Ideales Timing, denn so können der Umbau der Ladenlokale und die Modernisierung der Heinestraße "zeitlich aufeinander abgestimmt losgehen", sagt die Mitarbeiterin der Wirtschaftsförderung. "Das wird aber frühestens 2019 soweit sein." Zunächst müsse die Planung für den Umbau des Einkaufszentrums ausgeschrieben und in Auftrag gegeben werden. Ein Einzelhandelsgutachten soll außerdem den Einzugsbereich des Rathauscenters und die Wünsche der Kunden ermitteln. Die Ergebnisse der Befragung dürften dann später bei der Mieterauswahl helfen und die richtige Mischung möglich machen.

Die Umgestaltungspläne für die Heinestraße sind schon deutlich weiter gediehen. Am kommenden Donnerstag diskutieren die Politiker im Stadtplanungsausschuss über den Bebauungsplan für die einen Hektar große Fläche. Der Rat entscheidet am 14. März. Auch an der Heinestraße gilt es Leerstände zu reduzieren. Viele Geschäfte im Rathauscenter verfügen auch über einen Eingang zur Heinestraße, nutzten ihn aber nicht, weil dort kaum Kunden vorbeikämen, weiß Chefplaner Thomas Waters. Ein Grund: die trostlose Gestaltung.

Um die Abwärtsspirale aufzubrechen, soll jetzt die einzige Fußgängerzone in der Innenstadt bis zur Unterführung Friedrichstraße ein attraktiver Aufenthaltsraum für Familien und Senioren werden und so ihren Hinterhofcharakter verlieren. Dem Eierplatz komme dabei ein zentraler Stellenwert zu. Er soll zur Aufenthalts-, Event- und Gastronomiefläche ausgebaut werden. Das Ei werde mit Hilfe eines Wasserspiels wieder in Gang gesetzt. Die Tiefgarageneinfahrt bekomme ein Sitzdeck aus Holz, das mit einem Segel auch als Bühne für Feste und Veranstaltungen genutzt werden könne. Nur so könne eine Wiederbelebung gelingen, verweist Chefplaner Thomas Waters auf das Ergebnis eines Gutachterverfahrens, vorgelegt vom Büro Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen. Auch in Richtung Rathaus und vor dem Moki-Zentrum sind Spielpunkte und Bänke für Familien vorgesehen.

Damit die Läden besser erreicht werden können, sollen im unteren Abschnitt der Heinestraße Autos und Radfahrer neben den Fußgängern gleichberechtigt unterwegs sein. Eine Einbahnstraße vom Berliner Ring werde Richtung Frohnstraße über den südwestlichen Zipfel des Eierplatzes führen. Der Radverkehr sei in beide Richtungen zugelassen. An Markttagen dürften keine Autos fahren.

Auch der Straßenbelag wird schick und soll ins Gesamtbild passen. Rot und Beige werden die Pflasterfarben sein. Der Beigeton sei für die Hauptflächen gedacht, Rot kommt beispielsweise auf den Eierplatz und um die Unterführung.

Quelle: RP
 
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