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Monheim
Das Tanzcafé lockt Leute aus der Region

Monheim: Das Tanzcafé lockt Leute aus der Region
Das Foto zeigt Anita und Norbert Schulze, die aus Baumberg ins Hotel am Wald kommen. Sie tanzt gern und er lässt sich das eine oder andere Mal dazu überreden. FOTO: RALF MATZERATH
Monheim. Seit Mai bietet das Hotel am Wald einmal im Monat das Tanzvergnügen für alle Altersklassen an. Erfolgreich. Von Daniel Gehrmann

Auf dem Flur empfangen leise Klänge die Ankommenden. Zwei Minuten nach dem offiziellen Beginn des Sonntags-Tanzcafés im "Hotel am Wald" sind bereits um die 40 Gäste da; im Drei-Minuten-Takt kommen weitere. Immer neue Tische schleppt der Oberkellner heran: Wieder vier neue Plätze. Eine Stunde später sind es gut 60 Gäste. Diesmal sind viele Neue gekommen. Meist sind es reifere Damen und Herren, teils um die 50, teils in den 60ern und bis Ende 70.

"So! Dann wollen wir das Tempo mal etwas anziehen", tönt es aufmunternd aus dem Lautsprecher. Zu Beginn legt Tanztrainer Andreas Hinricher (48) aus Solingen fünf, sechs Stücke auf. "Dann sehen wir, worauf die Leute tanzen." Im Gepäck hat er alles von "Ü30"-Hits über Samba bis zu Oldies. "Wir wollen, dass alle Spaß haben."

Das Angebot richtet sich gleichermaßen an Anfänger, erfahrene Tänzer und an Neugierige, die nur zusehen und die entspannte Atmosphäre des sommerlichen Nachmittags bei Kaffee, Kuchen und Musik genießen wollen. Die Idee dazu entstand nach der Silvester-Tanzveranstaltung. Die Band sorgte für gute Stimmung, und die Gäste tanzten ausgelassen, erinnert sich Helga Blum, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des "Hotel am Wald". "Da haben wir gesagt: Das muss man unterstützen. Ein Sonntags-Tanzcafé fehlt bisher in der Gegend."

Seit Mai bittet das Hotel nun einmal im Monat zum Tanz. Und die Gäste kommen von nah und fern, sogar aus Düsseldorf: Rolf und Inge Saeger sind zum ersten Mal dabei. Sie haben 1966 bis 1972 in Monheim gewohnt. "Wir gehen gern tanzen", sagt der 77-jährige Düsseldorfer - meist allerdings nach Langenfeld, wie seine Frau ergänzt. Monika Neumann (54) ist ebenfalls aus Düsseldorf gekommen, mit einem Tanzpartner. "Ich hab davon in der Zeitung gelesen, hatte aber bisher keine Zeit", sagt sie: Normalerweise hat sie sonntags Tanzstunde. Die Ferien bieten eine willkommene Gelegenheit, das Angebot in Monheim zu testen.

Anita und Norbert Schulze aus Baumberg (beide Mitte 60) sind beim Tanzen ein ungleiches Paar: Er bezeichnet sich selbst scherzhaft als "Nicht-Tänzer", während sie sehr gern tanzt. "Mein Mann war nicht direkt begeistert", meint Anita Schulze. Später gelingt es ihr dann trotzdem, ihren Mann zum Tanzen zu animieren.

Unter den vielen Singles des Nachmittags sind deutlich mehr Frauen. "Wir brauchen tanzwütige Männer", sagt Andreas Hinricher von der Tanzschule Fox-Arena aus Solingen. Gemeinsam mit seiner Frau Monika, Sohn und Stieftochter legt er auf und leitet die Übungen beim Freestyle. "Fünf, sechs, sieben, acht. Eins, zwei, drei - Tap", sagt er ins Mikrofon, während die vier Tanztrainer auf der freien Fläche mit den Gästen die Schrittfolgen einstudieren. "Erstmal nur drei Schritte", meldet Monika Hinricher: "Das wünscht sich die Dame hier." Ebenso wichtig wie das Einstudieren sei es, alle mitzunehmen und stets die gute Laune im Saal zu bewahren. Das hatte Andreas Hinricher schon in seiner Einladung zum Tanz auf den Punkt gebracht: "Gut aussehen und lachen: reicht!"

Quelle: RP
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