| 17.38 Uhr

Gefiederte Rarität
Der Langenfelder "Weißkopfseeadler"

Gefiederte Rarität: Der Langenfelder "Weißkopfseeadler"
Langenfeld. Geschöpfe, die aparte Farben tragen, sind in Langenfeld gar nicht so selten. So läuft hier manch bunter Hund herum, auch von schwarzen Schafen ist die Rede, und Grünschnäbel gibt es ohnehin genug.

Eine Rarität jedoch ist das, was seit einigen Monaten in dem Wohnviertel zwischen Stadtmitte und alter B 8 herumflattert: eine halbweiße Amsel. Heinz-Ulrich Stracke von der Oskar-Erbslöh-Straße hat sich mit seinem Fotoapparat auf die Lauer gelegt und den Piepmatz abgelichtet. "Jetzt fragen wir uns, wie dieses Federkleid zustande kommt", sagt seine Frau Bärbel: "Gibt es unter den Vögeln auch Albinos? Oder war da ein Weißkopfseeadler mit im Spiel?" Zoologin Judith Förster vom Bund für Umwelt und Naturschutz weiß es: "Teilalbino" ist richtig.

"Dabei sind einzelne Zellen so mutiert, dass sie keine Farbpigmente mehr produzieren." So etwas könne bei allen Tieren vorkommen. Nur würden die Albinos meist schneller gefressen als ihre Artgenossen, da sie sich schlechter tarnen könnten. Na dann: Lebe wohl, Amsel! Hoffentlich werden deine Küken, werte Halbweiße, nicht allzu schnell zu Halbwaisen.

(gut)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Gefiederte Rarität: Der Langenfelder "Weißkopfseeadler"


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.