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Langenfeld/Monheim
Der Winterdienst läuft sich warm

Langenfeld/Monheim: Der Winterdienst läuft sich warm
Der Einsatzplan steht, das Salzlager ist voll. Monheims städtische Betriebe sind bereit für den Winterdienst. Das zeigen (v.l.) Björn Heidorn, Leiter Oliver Pelke, Marc Hallen und Tomasz Przyborowski. FOTO: Jakobs, Norbert
Langenfeld/Monheim. Beide Betriebshöfe haben große Salzvorräte nach mildem Winter 2015/16. Monheim hat zwei zusätzliche Lkw gekauft. Von Stephan Meisel

Beim Sonnenschein der ersten Herbsttage möchte niemand an Schneefall und Glatteis denken. Doch die Chefs der städtischen Betriebshöfe kommen nicht drum rum. "Der Dienstplan für die kalte Jahreszeit steht jetzt", verkündet der Monheimer Betriebsleiter Oliver Pelke. Hunderte Tonnen Streugut lagern auf dem Bauhof, zudem seien zwei zusätzliche Lastwagen angeschafft worden. Auch sein Langenfelder Amtskollege Bastian Steinbacher hat die Bereitschaftspläne erstellt. Damit es an Weihnachten und Silvester nicht immer dieselben Mitarbeiter trifft, verschiebe sich der Turnus für die drei Einsatzgruppen alljährlich um eine Woche.

"Auf Grund der vergangenen milden Winter in Monheim ist noch ein hoher Bestand an Streumaterialen vorhanden", berichtet Pelke. Auf dem Bauhof lagern etwa 200 Tonnen Streusalz. 25 Tonnen Sole zur Feuchtsalzherstellung seien ebenfalls noch verfügbar. "Auf Abruf liegen 500 Tonnen Streusalz bei einer Spedition."

Auch das Langenfelder Salzlager ist ohne großen Zukauf noch gut gefüllt. Nach Steinbachers Angaben liegen etwa 1000 Tonnen Trockensalz in einer angemieteten Gewerbehalle an der Hansastraße. Das sollte für einen normalen Winter reichen. Seine Mitarbeiter müssten im Langenfelder Stadtgebiet fallweise täglich rund 150 Kilometer Straße räumen. Zusätzlich seien sie zuständig für Geh- und Verbindungswege entlang städtischer Grundstücke wie Spielplätze, Schulen, Turnhallen, Sportplätzen oder Kindergärten. Jeweils zwei große und mittlere Lastwagen sowie zwei Traktoren sind nach Steinbachers Angaben in Langenfeld zum Schneeräumen geeignet, zudem hätten drei Kleinlaster einen Streuaufsatz. Dieser Fuhrpark entspreche dem des vorigen Winters, es sei lediglich ein ausrangierter Lkw durch einen neuen ersetzt worden. Zum 31. Oktober starte in Langenfeld der jetzt festgelegte Winterdienst: "Bei entsprechender Wetterlage ist ab 3 Uhr morgens ein Mitarbeiter unterwegs, um den Zustand der Straßen zu überprüfen und notfalls die Kollegen zu alarmieren." Dieser Mitarbeiter befahre für Glätte besonders anfällige Straßen etwa auf oder unter Brücken. Sieht der Kontrollfahrer auf seiner Tour Handlungsbedarf, so informiert er den Einsatzleiter und die 15 Frauen und Männer der Rufbereitschaft. Steinbacher: "Vorrang haben überall verkehrswichtige Strecken, die von Linienbussen genutzt und nach exakt festgeschriebener Route abgefahren werden." Über ein GPS-Aufzeichnungssystem werde jeder Räum- und Streutag penibel dokumentiert: Temperaturverlauf, Wetter, Schnee- und Straßenverhältnisse, Einsätze, Räumstrecken, Streustoffe, Zahl der eingesetzten Arbeitskräfte und so weiter. "Diese Dokumentation ist wichtig, um jederzeit die erfolgte Streuung nachweisen zu können."

In Monheim wird laut Pelke ab dem 28. Oktober die Rufbereitschaft aktiviert. Sie besteht aus einer Aufsicht und zwei Fahrern. Bei Bedarf werden zehn weitere Mitarbeiter aktiviert, die außerhalb der normalen Dienstzeiten tätig werden. Mit zwei zusätzlich angeschafften Fünftonnern könnten verstärkt meist durch parkende Autos verengte Straßen geräumt werden. Ein besonderes Augenmerk legt Pelke diesmal auf die Umbauarbeiten an der Krischerstraße/Rheinpromenade und der Baumberger Hauptstraße. "Hierfür wurde ein Extraplan erstellt, um im Bedarfsfall die angespannte Verkehrssituation nicht noch weiter zu belasten."

Quelle: RP
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