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Langenfeld/Monheim
Die Apfelernte hat begonnen

Langenfeld/Monheim. Aufgrund gestiegener Lohnkosten kündigt der Verband höhere Preise an.

"Die rheinischen Apfelerzeuger werden den Verbrauchern bis weit ins Jahr 2017 hinein leckere Äpfel aus heimischer Erzeugung anbieten können", kündigt der Präsident des Provinzialverbandes Rheinischer Obst- und Gemüsebauer, Christoph Nagelschmitz, an. "Während für die EU mit etwa 12 Millionen Tonnen eine um drei Prozent kleinere Apfelernte als im Vorjahr erwartet wird, gehen die Experten in Deutschland von einer 8 Prozent größeren Apfelernte als im Jahr 2015 aus", betonte der Vorsitzende der Landesfachgruppe Obstbau im Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer, Vizepräsident Dr.

Andreas Mager. Die Apfelerzeuger im Rheinland müssten hingegen von einer kleineren Ernte ausgehen. Mit rund 43.400 Tonnen falle die Prognose etwa 18 Prozent geringer aus als bei der ausgesprochen großen Ernte des Jahres 2015. Der Wunsch der Verbraucher nach regional erzeugten Lebensmitteln halte seit einigen Jahren an. Regionale Erzeugung sei aber auch gleichbedeutend mit hohen Lohnkosten, enormen Pachtpreisen und stetig steigenden Betriebsmittelkosten und Auflagen für die Produktion. Die Einführung des Mindestlohnes im Jahr 2015 etwa habe die Betriebskosten deutlich ansteigen lassen.

Eine Mechanisierung sei kaum möglich, so dass sich die Lohnkostensteigerung komplett auf die Wirtschaftlichkeit der Betriebe auswirke. "Unsere Mitbewerber aus Osteuropa können unter anderen Konditionen produzieren. Wir vertrauen deshalb auf die Bereitschaft unserer Kunden, für frische regionale Produkte, die höchsten Qualitätsstandards genügen, höhere Preise zu zahlen", so Mager.

(og)
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