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Kreis Mettmann
Die NRW-Radtour rollt weiter

Kreis Mettmann: Die NRW-Radtour rollt weiter
Die Radler fahren über Teilstücke des Panorama-Radwegs und der Nordbahntrasse weiter nach Wuppertal-Barmen. FOTO: stephan köhlen
Kreis Mettmann. 1600 Radfahrer aus dem Land machten sich am Mittwoch auf die erste Etappe. Der Ratinger Veith Huxohl strampelt sich samt Onkel für den WDR ab. Jetzt war Start in Mettmann. Die Tour endet am 23. Juli. Von Christoph Zacharias und Dirk Neubauer

Marcel Kittel ist raus - aus der Tour de France. Veith Huxohl (39) aber sitzt bei "Wunderschönes NRW" noch fest im Fanrradsattel. Obwohl er gerade mit etwas zusammengebissenen Zähnen lächelt. Zugegeben. Denn der letzte Anstieg - aus dem Neandertal hoch zu den Mettmanner Höhen der Marie-Curie-Straße hatte es nach einem langen Tag mit Hagel, Blitz und Donner und dichtem Sommerregen in sich.

Da kann selbst einer, der normalerweise doppelt so lange Tagesstrecken fährt, die heiße Dusche zur Muskelentspannung gut gebrauchen. Die ganze Woche lang gehört der Ratinger Hobbyradler Veith Huxohl zu dem achtköpfigen Team, dass für die Sendung "Wunderschön! Die WDR Radtour 2017" von Königswinter zum Essener Balde-neysee macht und filmt. Gestern traf sich das sich kleine Team für einige Etappen mit 1500 Radlern aus ganz NRW.

"Das ist schon ein enormer logistischer Aufwand", staunt Huxohl, den sein Onkel Rüdiger Hägerbäumer dazu animiert hat, sich bei der Dudelwelle WDR 4 um den Platz im Filmteam zu bewerben. Prompt wurden sein Onkel und er genommen. "Dabei bin ich eigentlich eher Hard-Rock-Fan", lacht der Ratinger mit ostwestfälischen Wurzeln.

Egal, es bleibt ein Sommerabenteuer. Die knapp 90 Kilometer zwischen Hösel und Königswinter ist Huxohl am vergangenen Wochenende - natürlich - geradelt. "Sonst hätte ich mein Auto da unten parken müssen." Erste Anerkennung verschaffte sich der 39-Jährige, als er zum berühmten Drachenfels hoch radelte. "Die Bahn war voll, unser Gepäck im Begleitwagen verstaut. Dennoch war das ziemlich steil."

Und er wurde aber mit einem schönen Ausblick belohnt. Nachdem die beiden Moderatoren Marco Schreyl und Janine Breuer-Kolo "ihre" Radler im Hagelschauer auf die Wasserskianlage Langenfeld schickten, führte Huxohl die Gruppe sicher durch den Heimatkreis Mettmann.

1600 Radfahrer aller Altersschichten machten sich gestern auf den Weg nach Wülfrath-Schlupkothen. Dort war der erste Halt der NRW-Radtour. Glücklicherweise spielte das Wetter mit und die Starkregenfälle vom Vortag in Mettmann waren bei den Teilnehmern, die aus ganz NRW kommen, kaum ein Thema. Die Radler fahren über Teilstücke des Panorama-Radweges und der Nordbahntrasse weiter nach Wuppertal-Barmen. Nach Übernachtungen in Bochum und Essen und einer insgesamt 220 Kilometer langen Fahrtstrecke endet die NRW-Radtour am Sonntag wieder in Mettmann. Auf der Bühne warben im WDR-Interview Landrat Thomas Hendele und Bürgermeister Thomas Dinkelmann fürs Neanderland und für die Neanderthalstadt Mettmann. Was viele noch nicht wussten: Mettmann ist jetzt eine "Radstadt", spätestens nach der Tour de France. Dinkelmann lud zum Blotschenmarkt und ins Neanderthal-Museum ein und Hendele warb für die tollen Radstrecken im Kreis Mettmann. Die Polizei sorgte für die Sicherheit der Radfahrer. Einsatzleiter und Erster Polizeihauptkommissar Ralf Schefzig hatte 38 Beamte am Start, darunter 21 Kradfahrer, die auf der Strecke, an Kreuzungen und Einmündungen die Teilnehmer schützten. Nach dem Start ging's die Bahnstraße hinauf in Richtung Osttangente und dann weiter nach Wülfrath.

Quelle: RP
 
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