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Langenfeld/Monheim
Die Postberge des Streiks sind noch hoch

Hintergrund: Kleine Geschichte der Deutschen Post
Hintergrund: Kleine Geschichte der Deutschen Post FOTO: AP
Langenfeld/Monheim. Anders als vor einer Woche angekündigt, lagert in einigen Zustell-Stützpunkten noch viel ältere Post.

Auch fast zwei Wochen nach Ende des Poststreiks warten viele Empfänger noch auf Briefe, die irgendwann nach dem 8. Juni im regionalen Verteilzentrum eingegangen waren und seither in einem der so genannten Zustellstützpunkte gelagert sind. Damit verfehlte das Unternehmen die von Post-Sprecher Rainer Ernzer angekündigte Devise, nach der die Rückstände eigentlich bis Ende vergangener Woche abgearbeitet sein sollten. Und Uwe Speckenwirth von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sieht sich in seinem vor einer Woche geäußerten Zweifel ("Bei dieser großen Menge an zurückbehaltenen Sendungen kann ich mir das kaum vorstellen") an diesem angekündigten Termin bestätigt.

"Tatsächlich ist es nicht so gelaufen, wie wir es noch Anfang vergangener Woche erwartet und erhofft hatten", räumte Ernzer gestern ein. In den meisten der über 30 Langenfelder Bezirke seien die streikbedingt liegengebliebenen Sendungen zwar zusammen mit der aktuellen Post mittlerweile zugestellt worden, aber eben nicht in allen. "Einige der Bezirke waren eben besonders betroffen, weil es nicht überall gelungen ist, streikende Zusteller durch Aushilfskräfte zu ersetzen. Und wenn sich dreieinhalb Wochen lang die Post von 1200 Personen ansammelt, ist das schon eine gewaltige Hausnummer." Nicht nur innerorts, sondern auch zwischen den Städten im Kreis Mettmann gebe es solche Unterschiede. "In Ratingen ist es noch ähnlich wie in Langenfeld, in Monheim oder Hilden sieht es schon besser aus." Eine Woche sei bis zum Normalzustand wohl noch nötig, so Ernzer.

(mei)
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